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Emirates bestellt 50 Airbus A350-900 XWB auf der Dubai Airshow 2019. © Airbus
Emirates bestellt Airbus A350. © Airbus / Fixion

Emirates hat beim europäischen Flugzeugbauer Airbus einen weiteren Milliarden-Auftrag eingebucht. Vertreter beider Unternehmen unterzeichneten am Montag auf der Luftfahrtmesse in Dubai eine Bestellung über 50 Großraumjets vom Typ A350

Bereits im Februar hatte Emirates im Gegenzug zur Abbestellung zahlreicher A380-Jets Vorverträge über 30 Airbus A350 und 40 Maschinen vom Typ A330 Neo unterzeichnet. Diesen Vorvertrag ersetze die Order nun, teilte Emirates mit. "Ergänzend zu unseren A380- und 777-Jets werden uns die A350 zusätzliche Flexibilität in Bezug auf Kapazität, Reichweite und Einsatzmöglichkeiten geben", hieß es.

Die A350-Order fällt nun größer aus, über die A330 Neo werde weiterhin "noch gesprochen", hieß es in Dubai. Gleiches gelte für eine mögliche Bestellung von "Dreamliner"-Modellen des US-Herstellers Boeing. Im Juni hatte Emirates-Chef Tim Clark bestätigt, 40 Optionen auf Boeing 787-10 in feste Bestellungen umzuwandeln. Zuvor hatte es Spekulationen über die Order gegeben, da die Optionen im Gegensatz zu den Airbus-Vorverträgen nicht im Geschäftsbericht vermerkt waren.

Emirates hatte A350 bereits abbestellt

Es ist der zweite Anlauf von Emirates, das neue Airbus-Langstreckenflugzeug zu bestellen. Bereits 2008 hatte Emirates insgesamt 70 Einheiten der A350 XWB bei Airbus bestellt. Die Order über 50 Flugzeuge der Variante A350-900 sowie 20 der längeren Version A350-1000 wurde allerdings 2014 storniert.

Zur Begründung hieß es damals lediglich, die Entscheidung sei in den laufenden Gesprächen mit der Airline über die Anforderungen an ihre Flotte gefallen. Zuvor hatte Emirates 150 Boeing 777X bestellt.

Die von Emirates bestellte A350-900 kann bis zu 314 Passagiere über 15.000 Kilometer transportieren. Die ersten Maschinen sollen bereits 2023 ausgeliefert werden. Damit kommt das Airbus-Flugzeug bei Emirates fast zeitgleich mit den ersten 777X zum Einsatz. Das neue Boeing-Langstreckenflugzeug - bei dem Emirates als Launch Customer fungiert - ist allerdings nach zahlreichen technischen Problemen im Verzug. Der Erstflug ist aktuell für 2020 geplant, die Auslieferung für 2021.

"Sehr gute Nachricht für Airbus"

Airbus-Chef Guillaume Faury nannte den neuen Auftrag eine "sehr gute Nachricht" für den Konzern. Er sei sehr stolz, dass Emirates sich für den A350 entschieden habe.

Angetrieben werden die A350-Jets von Triebwerken des britischen Herstellers Rolls-Royce. Laut Preisliste hat die Airbus-Bestellung einen Gesamtwert von rund 16 Milliarden US-Dollar (14,5 Mrd Euro). Allerdings sind hohe Nachlässe üblich.

Emirates ist der größte Abnehmer des weltgrößten Passagierjets Airbus A380. Nachdem die Airline im Februar einen Teil ihrer Bestellungen stornierte, entschied sich Airbus, den Bau des Modells mangels anderer Aufträge im Jahr 2021 einzustellen.

© Boeing, Lesen Sie auch: Boeing muss 777X-Strukturtests aussetzen

Neben aktuell 113 Airbus A380 betreibt Emirates auch die größte Boeing-777-Flotte. 144 Flugzeuge der Versionen -300ER und -200LR stehen aktuell im Einsatz. Als Ersatz für ältere Exemplare sind nun neben 150 Boeing 777X der Versionen -8 und -9 die 50 Airbus A350-900 bestellt.