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Batterieelektrisches Vorfeldfahrzeug am Flughafen Stuttgart. © Flughafen Stuttgart

Der Flughafen Stuttgart und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben jetzt untersucht, welche Vorteile elektrisch betriebene Gepäckschlepper, Passagierbusse oder Pushback-Fahrzeuge gegenüber ihren dieselbetriebenen Pendants haben.

Fazit: Die batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge funktionierten im Alltag sehr gut. Sie hatten keine Probleme, die Anforderungen zu erfüllen und waren bei den Fahrern oft beliebter als die konventionell betriebenen Modelle, so die DLR-Forscher. "Umgerechnet konnte pro Auftrag rund 65 Prozent der Energie eingespart werde", so DLR-Wissenschaftler Gerhard Schuller vom Institut für Technische Thermodynamik, der das Projekt betreute. Das habe vor allem daran gelegen, dass elektrische Antriebe wesentlich effizienter arbeiten und zudem Energie bei Bremsvorgängen zurückgewonnen und wieder in die Batterie eingespeist werden konnte.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb am Flughafen Stuttgart. Foto: © Flughafen Stuttgart

Im Zuge des Projekts "efleet" wurden am Flughafen Stuttgart dafür sechs batterieelektrisch betriebene Prototypen mit Messtechnik ausgerüstet, wie das DLR mitteilte. Dazu zählten zwei Gepäckschlepper, ein Frachtschlepper, ein Passagierbus sowie ein Gepäckband und ein Pushback-Fahrzeug. Mehr als zwei Jahre lang wurden unter anderem Fahrprofile und Energieverbräuche erfasst. Während des Projekts wurden insgesamt rund 100.000 Kilometer batterie-elektrisch zurückgelegt.

Das Projekt "efleet"

Das Forschungsprojekt "efleet" war Teil der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten baden-württembergischen Initiative "LivingLab BWe mobil",  eines von bundesweit vier Förderprogrammen im "Schaufenster Elektromobilität". Das BMWi unterstützte das Projekt mit 1,4 Millionen Euro. Die dreijährige Erprobungsphase der elektrischen Vorfeldflotte endete Ende Juni 2016.

Vom Erfolg des Projekts ist auch der Airport überzeugt. Bereits zuvor hatte er angekündigt, dass der Passagier- und Gepäcktransport bis 2017 vollständig auf Elektroantriebe umgestellt wird.

Für die Hersteller der Spezialfahrzeuge haben die DLR-Forscher einen Rat: Gegenüber den in den meisten Fahrzeugen verbauten Blei-Säure-Batterien bieten Lithium-Ionen-Batterien den Vorteil, dass Gewicht und Wartungsaufwand geringer sind.

© ColognE-Mobil, Lesen Sie auch: Flughafenverband sieht großes Potenzial in Elektrofahrzeugen

Tests mit und Anwendungen von alternativen Antrieben für Vorfeldfahrzeuge gibt es auch anderswo - beispielsweise am Frankfurter Flughafen den diesel-elektrisch angetriebenen Taxibot sowie einen von zwei Elektromotoren angetriebenen Container-Transporter.