Einsatz anderer Flugzeuge bringt Lufthansa Millionenstrafe

Die US-Luftfahrtbehörde FAA belegt Lufthansa mit Strafzahlungen von 6,4 Millionen US-Dollar, weil der Kranich andere Flugzeugtypen eingesetzt haben soll, als bei der FAA angemeldet. Es wäre die zweite Strafzahlung innerhalb eines Jahres.

Lufthansa-Piloten in einer A340 © AirTeamImages.com / Daniel Nicholson

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Lufthansa mit einer Strafzahlung von knapp 6,4 Millionen US-Dollar belegt, weil der Kranich "wissentlich" rund 900 Flüge durchgeführt habe, die nicht den Vorschriften der Federal Aviation Regulations entsprächen, teilte die Behörde mit.

Konkret geht es um Flüge von Frankfurt nach San Diego und Philadelphia zwischen März 2018 und Mai 2019. Demnach habe die Lufthansa bei der FAA den Einsatz von Airbus A340-Maschinen für diese Strecken beantragt. Laut Vorwurf der FAA hat die Airline jedoch in rund 900 Fällen die beiden US-Städte mit Maschinen der Typen Airbus A330-300 und Boeing 747-400 bedient, ohne die entsprechende Genehmigung zu haben.

Lufthansa teilte auf Anfrage mit, dass man zu diesem Thema uneingeschränkt mit der FAA zusammenarbeite. Zudem verpflichtete sich Lufthansa weltweit zur Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften. Der Kranich betont weiter, dass es keine Beanstandungen der FAA gebe und dass die Sicherheit von Flügen in irgendeiner Weise beeinträchtigt wurde.

Lufthansa kann jetzt innerhalb von 30 Tagen zu der Angelegenheit Stellung nehmen.

Zweite US-Bußgeldzahlung innerhalb eines Jahres

Bereits Anfang Juni hatte das US-Verkehrsministerium ein Bußgeld über 25.000 US-Dollar gegen die Airline verhängt, weil der Kranich für bestimmte Buchungen unberechtigterweise Steuern erhoben hatte. So soll Lufthansa zwischen Juni 2017 und November 2017 fälschlicherweise eine Ausreisegebühr auf Tickets erhoben haben, die nach US-Recht von dieser Gebühr befreit sind. Nachdem der Fehler aufgefallen war, hatte der Kranich die Gebühr umgehend an alle betroffenen Kunden zurückerstattet

© dpa, Sven Hoppe Lesen Sie auch: US-Verkehrsministerium verhängt Bußgeld gegen Lufthansa

Dabei handelt es sich den Angaben nach um Flugscheine, die mit Prämien oder Flugmeilen gekauft wurden. Betroffen waren rund 6900 Tickets.

Von: br

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