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Einigung auf Beschäftigungssicherung bis 2023 für Flughafen-Mitarbeiter

Für die kommunalen Arbeitnehmer an den deutschen Flughäfen haben sich die Tarifparteien auf einen "Notlagentarifvertrag" geeinigt. Dieser sieht eine dreijährige Beschäftigungssicherung vor, aber auch Abstriche.

Mitarbeiter auf dem Flughafen-Vorfeld. © Adobe Stock 197738419 / LEDOMSTOCK

Die Vereinigung der der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften Verdi sowie DBB Beamtenbund und Tarifunion haben sich auf einen bundesweiten Notlagentarifvertrag für die knapp 23.000 kommunalen Arbeitnehmer an deutschen Flughäfen geeinigt.

Man habe dem Verhandlungsergebnis mit großer Mehrheit zugestimmt, teilte Verdi mit. "Mit dem Tarifvertrag ist es uns in dieser schwierigen Situation gelungen, dass die Beschäftigung bis Ende 2023 gesichert ist und bis zum gleichen Zeitpunkt betriebsbedingte Kündigungen verhindert werden", so die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle.

Der Tarifvertrag gelte rückwirkend ab 1. September 2020 für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst an den kommunalen Flughäfen und deren Tochtergesellschaften und solle die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte erhalten, teilte der VKA mit. Dementsprechend würde das Ergebnis der teils existenzbedrohenden Lage der Flughäfen Rechnung tragen.

So sehe der Notlagentarifvertrag beispielsweise vor, ab 1. Januar 2022 die Arbeitszeit der Beschäftigten um sechs Prozent reduzieren zu können. Außerdem werde die leistungsorientierte Bezahlung in den Jahren 2020 bis 2022 ausgesetzt. Auch die für den restlichen öffentlichen Dienst vereinbarte Lohnerhöhung wird verschoben. Statt bis zu 4,5 Prozent im kommenden Jahr, erhalten die Flughafen-Beschäftigten laut "Handelsblatt" erst ab Oktober 2022 1,4 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 50 Euro.

Laut Verdi ist auch vereinbart worden, dass noch im Dezember eine steuer- und sozialversicherungsfreie Corona-Sonderzahlung erfolgt, die nach Entgeltgruppen gestaffelt bis zu 800 Euro betrage. Das wichtigste Ziel war für die Gewerkschaft die Beschäftigungssicherung, so Behle. Diese sehe der Notlagentarifvertrag bis zum Ende der Laufzeit vor.

Der Abschluss gilt nach Verdi-Angaben für Beschäftigte der Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Stuttgart, Münster/Osnabrück und Nürnberg. Viele Regionalflughäfen haben dagegen Haustarifverträge. Das gilt auch für den Flughafen Berlin-Brandenburg. Dort wurden für die nächsten beiden Jahre Nullrunden vereinbart. Betriebsbedingte Kündigungen sind dafür ausgeschlossen.

Von: dk

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