Eine Vorschau auf den S-Bahnhof "Gateway Gardens"

In weniger als vier Wochen bekommt das Frankfurter Hotel- und Büro-Areal "Gateway Gardens" eine S-Bahn-Station. Noch ist allerdings alles eine große Baustelle - inklusive gesperrter Straßen.

Frankfurt Airport Terminal 2 © airliners.de / Andreas Sebayang
Die S-Bahn-Station Gateway Gardens vom Park aus gesehen. © airliners.de / Andreas Sebayang
Noch ist die Straße über dem S-Bahnhof Gateway Gardens nicht fertig. © airliners.de / Andreas Sebayang
So soll die neue S-Bahn-Station einmal aussehen. © Deutsche Bahn / Computeranimation

Mitte Dezember will die Deutsche Bahn wie geplant den rund 300 Millionen Euro teuren S-Bahnhof Gateway Gardens eröffnen. Die neue Verbindung soll zur Entspannung der Anreisesituation an Deutschlands größtem Flughafen beitragen. Wichtige Voraussetzung ist der derzeit noch im Bau befindliche S-Bahnhof Gateway Gardens. Dieser vereinfacht insbesondere vom Terminal 1 aus die Anreise zum Hotel- und Büroraumareal erheblich. Vom Terminal 2 bleibt der Fußweg eine Alternative, solange keine Koffer zu transportieren sind und die richtige Straßenseite beachtet wird. Aber zunächst einmal zu dem Areal.

Im Erschließungsgebiet Gateway Gardens befinden sich derzeit vor allem Hotelflächen und Büroräume. Hotels sind dabei teils schon seit einigen Jahren ansässig und vergleichsweise günstig. Fast alle großen Ketten sind vor Ort: Hilton hat sein drittes Frankfurter Flughafenhotel dort positioniert. Marriott ist mit seiner Lifestyle-Marke Moxy und einem der seltenen Element-Hotels nun ebenfalls drei Mal am Flughafen vertreten. Radisson hat ein "Park Inn" vis à vis des Moxy platziert. Ein Holiday Inn findet sich dort genauso wie ein Meininger sowie ein Hyatt Place. Viel Konkurrenz also für die wenigen und vergleichbar teuren Hotels direkt am Terminal in Frankfurt.

Auch Flugpersonal und Flughafen-Mitarbeitende sind dort in hoher Anzahl anzutreffen, seien es die Crews, die in einem der Hotels nächtigen, oder Mitarbeiter von Condor oder LSG. Condor hat seinen Hauptsitz dort und LSG ist ebenfalls mit einer großen Fläche vertreten, um ein paar große Mieter des "Gateway Garden"-Areals zu nennen.

In dem Gewerbegebiet sollen bis zum Jahr 2026 rund 18.000 Menschen arbeiten. Derzeit sind es knapp 5000. Zahlreiche weitere Gebäude sind im fortgeschrittenen Bau. Absehbar ist, dass tagsüber viel geschäftlicher Verkehr unterwegs ist und Abends vor allem die Hotelgäste die Gegend beleben.

Noch ist oberirdisch alles eine große Baustelle

Übersichtskarte über das S-Bahn-Projekt Gateway Gardens. Foto: © Deutsche Bahn

In sehr angenehmer Fußreichweite zu den Büros und Hotels wird nun zur besseren Erreichbarkeit ein unterirdischer Bahnhof gebaut: Die S-Bahn-Station "Gateway Gardens". Die dazugehörige Straße ist derzeit aber noch ein "Sandspielplatz", aus dem der Sichtbeton der Stationseingänge herausragt. Während das keine Aussagen zum unterirdischen Baugeschehen erlaubt, wird es oberirdisch bis zur geplanten Eröffnung Mitte Dezember langsam aber sicher knapp.

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, weswegen derzeit am Flughafen Frankfurt die S-Bahnen am Fernbahnhof halten und es einige Einschränkungen rund um die Infrastruktur gibt. Wenn dann alles fertig ist, wird der Komfort in dem Areal aber deutlich steigen.

© Deutsche Bahn, Computeranimation Lesen Sie auch: S-Bahn-Anschluss soll "Gateway Gardens" neuen Schub bringen

Wenige Minuten trennen dann den S-Bahnhof im Terminal 1 von den Gateway Gardens, die mit einer hohen Taktung angebunden werden. Die mitunter recht vollen und teilweise für die Rückfahrt ans Terminal teuren Shuttle-Busse müssen dann nicht mehr genutzt werden. Zwar gibt es auch öffentliche Busse, aber die fahren selten.

All das wird sich vermutlich in der Nacht zum 15. Dezember 2019 ändern, wenn zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn der Bahnhof ans Netz angebunden wird. Die Gateway Gardens werden dann zu einem hervorragend erschlossenen Gebiet.

Von: as

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