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Das Schicksal der Menschen an Bord von Flug MH17 bewegt die Menschen. © dpa / EPA/Koen Van Weel
Teile der über der Ukraine abgestürzten Maschine. © dpa / EPA/Robin Van Lonkhuijsen
Prorussische Separatisten übergeben die gefundenen MH17-Flugdatenschreiber an eine Delegation aus Malaysia. © dpa / EPA/ROBERT GHEMENT
Inspektoren laufen an einem Trümmerfeld der abgestürzten Malaysia-Airlines-Boeing 777 in der Ostukraine. © dpa / EPA/ANASTASIA VLASOVA
Flugabwehrsystem Buk-M2 auf der Moskauer Luftfahrtmesse MAKS. © dpa / MAXIM SHIPENKOV

Die Ermittler machen nach eigenen Angaben im Fall des abgestürzten Flugs MH17 große Fortschritte. "Wir kommen stichhaltigen und überzeugenden Beweisen immer näher", sagte Oberstaatsanwalt Fred Westerbeke in Rotterdam. Im Visier sei eine "Gruppe von Tätern".

Die Maschine war vor genau einem Jahr über der Ostukraine abgestürzt, vermutlich wurde sie abgeschossen. Westliche Staaten und auch die Ukraine hatten Russland verantwortlich gemacht. Moskau und die Rebellen sehen dagegen die Ukraine als Schuldigen.

Erste Details aus Abschlussbericht sickern durch

Offiziell geklärt ist die Schuldfrage jedenfalls noch nicht. Die Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass die Boeing 777 der Malaysia Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit einer Bodenluftrakete des Typs Buk abgeschossen wurde - und zwar offenbar von prorussischen Separatisten, ließ ein Insider erste Informationen aus dem Abschlussbericht durchsickern. Offizielles gibt es jedoch erst, wenn der niederländische Sicherheitsrat im Oktober die gesammelten Untersuchungsergebnisse veröffentlicht.

Bei dem Absturz wurden alle 298 Menschen an Bord getötet. Die meisten davon kamen aus den Niederlanden, weswegen die Ukraine die Untersuchungen an dieses Land delegiert hatte. Die Niederlande leitet seitdem die strafrechtlichen Ermittlungen und die Untersuchung nach der Ursache des Absturzes.

Technisches und menschliches Versagen ausgeschlossen

Die Experten hatten bereits in einem ersten Zwischenbericht im September technisches und menschliches Versagen sowie einen terroristischen Anschlag als Ursache ausgeschlossen. Die Maschine war demnach von einer großen Zahl von Objekten "mit großer Wucht" von außen durchbohrt worden und noch in der Luft auseinandergebrochen.

© dpa, Igor Kovalenko Lesen Sie auch: Ermittlungsbericht zu Flug MH17 stützt Abschussverdacht

Die Niederlande und Malaysia hatten erst kürzlich gefordert, die Schuldigen vor ein UN-Tribunal zu stellen. Russlands Regierungschef Wladimir Putin kritisierte das. Die Initiative sei "voreilig und kontraproduktiv", sagte Putin nach Kremlangaben bei einem Telefonat mit dem niederländischen Ministerpräsident Mark Rutte. Erst müsse die Arbeit der internationalen Ermittlungen abgeschlossen sein, teilte der Kreml weiter mit.