Edelweiss-Flotte wieder komplett, aber weiterhin Annulierungen

Bei Edelweiss sind nach dem Rollunfall einer A340 im August viele Flüge ausgefallen. Ein Sprecher unterstreicht, dass darunter auch sehr gut gebuchte waren und erklärt, warum man kurzfristig keinen Ersatz gemietet hat.

Ein Airbus A340 der Edelweiss am Flughafen Zürich. © AirTeamImages.com

Anfang August touchierte eine Boeing 787 von Air Canada auf dem Vorfeld des Flughafens von Vancouver eine A340 der Edelweiss Air. Der Vierstrahler der Schweizer Airline wurde schwer am Heck beschädigt und musste aufwendig repariert werden. Erst am heutigen Freitag soll die Maschine in den Einsatz zurückkehren. Als Folge des Ausfalls einer von vier A340 der Edelweiss sind in den vergangenen Wochen 38 Langstreckenflüge gestrichen worden. Auch für die kommenden Tage sind Ausfälle auf den Strecken nach San Diego und Cancun angekündigt.

Die Zahl der Aufälle erscheint viel, zumal das Portal abouttravel.ch berichtet, dass die Destination San Diego bis Juni 2020 nicht mehr buchbar ist. Auch das saisonale Angebot nach Denver werde ausgedünnt, obwohl bald wieder alle A340 zur Verfügung ständen.

Auf die Frage, ob der Ausfall der A340 nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre Edelweiss eigentlich ganz recht kam, um ohne viel Aufhebens schwach gebuchte Flüge ausfallen zu lassen, sagte Airline-Sprecher Andreas Meier gegenüber airliners.de, dass die aktuellen Streichungen nicht im direkten Zusammenhang mit dem Vorfall in Vancouver stehen würden. Vielmehr müssten gerade drei Rotationen aus "operationellen Gründen" gestrichen werden.

Nur einmal hat Eurowings übernommen

Bei San Diego und Denver handele es sich darüberhinaus um zwei Ferienziele, die Edelweiss nur saisonal bediene. Die Saison dauere von Mai/Juni bis etwa September. Aktuelle Flugausfälle auf den Strecken würden von guten Umbuchungsmöglichkeiten innerhalb der Lufthansa Group aufgefangen.

Generell habe der Ausfall des A340 dazu geführt, dass bestens gebuchte Flüge im August abgesagt werden mussten. Der Monat sei eigentlich Hochsaison für Edelweiss, so Meier. Dauer und Komplexität der Reparaturarbeiten wären sehr schwierig abschätzbar gewesen, sodass zum Teil Entscheide kurzfristig gefällt werden mussten. Bis auf eine von Eurowings durchgeführte Rotation nach Cancun habe man daher keine Kapazitäten zur Kompensation angemietet.

© AirTeamImages.com , Paul Buchroeder Lesen Sie auch: Edelweiss: A340-Einflottung rückt näher

Von: dk

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