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Easyjet will "grüner" und effizienter werden

Easyjet will mit kurz- und langfristigen Maßnahmen umweltschonender und effizienter fliegen. Dazu packen die Briten sowohl in der Kabine als auch außen am Flugzeug an.

Die Easyjet-Kabine mit neuen Recaro-Sitzen. © Recaro Aircraft Seating
Flugzeuge der Easyjet am Flughafen Berlin-Schönefeld. Im Hintergrund der neue BER-Tower. © dpa / Bernd Settnik

Der britische Low-Coster Easyjet will künftig umweltschonender und effizienter fliegen. Um den Treibstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß zu senken setzt der Billigflieger für die künftig auszuliefernden Flugzeuge auf neue Sitze vom deutschen Hersteller Recaro. Diese bringen pro Flugzeug ein Gewichtsersparnis von 600 Kilogramm, teilte Easyjet mit. Das sei im Vergleich zu den herkömmlichen Sitzen eine Gewichtsreduzierung von rund 26 Prozent. Das erste Flugzeug mit der neuen Bestuhlung soll voraussichtlich im April des kommenden Jahres ausgeliefert werden. Bis Mitte 2014 werden 14 Maschinen über die neuen Sitze verfügen.

Weiterhin befindet sich Easyjet in einem zwölfmonatigen Testlauf zur Erprobung von Lufttrocknungsverfahren. Dazu wurden Zonentrocknungsaggregate vom schwedischen Hersteller CTT Systems in drei Airbus A320 eingebaut. Diese trocknen die feuchte Luft zwischen Außenhülle und Kabinenverkleidung. Außerdem entsteht feuchte Luft auch durch die Atemluft der Passagiere. Neben einer Gewichtsersparnis von bis zu 250 Kilogramm pro Flug wird so der Korrosionanfälligkeit vorgebeugt und Kosten gesenkt.

Als kurzfristige Maßnahme will Easyjet ab sofort sukzessive alle Flugzeuge mit neuen, leichten Trolleys ausstatten.

Sharklets & optimale Betriebsabläufe

Neben den In-Cabin-Features setzt Easyjet außen auf die strömungsoptimierenden Sharklets. So sollen alle ab August ausgelieferten Flugzeuge die aufgerichteten Flügelspitzen erhalten. Diese reduzieren den auftriebsabhängigen, induzierten Widerstand und verbessern die Aerodynamik an den Tragflächenenden. Airbus rechnet aufgrund der so erzielten Kerosinersparnis mit einer Reduzierung der CO2-Emission von rund 1.000 Tonnen pro Flugzeug und Jahr. Davon will auch Easyjet Gebrauch machen.

Die neuen Maßnahmen sollen zudem durch gesonderte Betriebsabläufe abgerundet werden. Dazu zählen Rangiervorgänge mit nur einem laufenden Triebwerk, verzögerte Triebwerksstarts und die Nutzung von Hilfskrafterzeugern am Boden.

Von: airliners.de mit Easyjet

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