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Easyjet zeigt Interesse an CSeries von Bombardier Aerospace

Rückt Easyjet von ihrer einheitlichen Airbus-Flotte bald wieder ab? Airline-Chefin Carolyne McCall sieht in der neuen Bombardier CSeries das möglicherweise passende Modell für aufkommensschwächere Strecken.

Bombardier CS100 © Bombardier
Bombardier CS100 © AirTeamImages.com / Lee A. Karas

Die nächste Großbestellung der britischen Lowcost-Airline EasyJet wird nicht nur den Giganten Airbus oder Boeing, sondern voraussichtlich auch dem kanadischen Flugzeugbauer zu Gute kommen. Dieser biete mit seiner neuen CSeries eventuell das passende Modell für aufkommensschwächere Strecken der Airline, auf denen der Einsatz eines Airbus A320 bzw. einer Boeing 737 wirtschaftlich kaum Sinn macht, erklärte CEO Carolyne McCall vergangene Woche in einer Telekonferenz. Die Großbestellung könnte bereits zur Paris Air Show Mitte Juni spruchreif werden.

Seit der Ausflottung ihrer letzten Boeing-Maschine setzt Easyjet ausschließlich auf Airbus A319 und A320, die mit 156 und 180 Sitzplätzen ausgestattet sind. Gerüchte über eine neuerlich gemischt europäisch-amerikanische Flotte, die mit dem Bekanntwerden der Verhandlungen mit Boeing aufgetaucht waren, weist EasyJet bis zuletzt zurück. Entweder Airbus oder Boeing, das hatte das Management bereits im Februar mehr als deutlich gemacht. Und sollte tatsächlich der Hersteller aus Seattle das bessere Angebot vorlegen, "dann [müssten] darin die Kosten für eine 'duale Flotte' über einen gewissen Zeitraum berücksichtigt werden müssen. Unser Ziel wird nämlich immer sein, zu einer einheitlichen Flotte zurückzukehren".

Dass der Trend bei der Airline nun aber doch zu zwei verschiedenen Herstellern zu gehen scheint, überrascht und freut Bombardier-Pressesprecher Marc Duchesne gleichsam: "Das sind sehr gute Neuigkeiten. Die CSeries ist ein Modell, das der Markt definitiv braucht und das man in den nächsten 20/25 Jahre immer öfter zu sehen bekommen wird. Daran besteht kein Zweifel.“

Ende Juni steht bereits der Erstflug der neuen Flugzeugfamilie an. Danach laufen sukzessive die Auslieferungen der kleineren CS100 unter anderem an Swiss, Privatair und Malmö Aviation sowie der größeren CS300 an Republic Airways, Korean Air, Air Baltic und AtlasJet an. Insgesamt 145 feste Bestellungen sowie weitere 243 Optionen konnte Bombardier für sein neues Flaggschiff sammeln. Auch Air Canada, die in naher Zukunft mehr als 100 Kurzstreckenjets ersetzen will, sei ein potentiell hoffnungsvoller Kunde für den Nischenflieger, berichtet die Zeitung "Les affaires".

Von: Patrick Kritzinger <a href=\"http://austrianaviation.net/\">Austrian Aviation Net</a>

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