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Jahresgewinn steigt Easyjet trotzt der Krise

Trotz hoher Treibstoffkosten hat Easyjet den Jahresgewinn um 13 Prozent auf über 300 Millionen Euro ausbauen können. Sieben Prozent mehr Passagieren sorgten für ein Umsatzplus von zwölf Prozent.

Flugzeuge der Easyjet am Flughafen Berlin-Schönefeld. Im Hintergrund der neue BER-Tower. © dpa / Bernd Settnik

Der britische Billigflieger Easyjet lässt sich von Wirtschaftskrise und hohen Kerosinkosten nicht bremsen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr gewann die Fluggesellschaft weiter Geschäftskunden und steigerte ihren Gewinn stärker als erwartet. Den Aktionären winkt eine verdoppelte Dividende, auch künftig sollen die Ausschüttungen höher ausfallen. "Easyjet ist ein struktureller Gewinner im europäischen Kurzstreckengeschäft", sagte Unternehmenschefin Carolyn McCall. Immer mehr Geschäftskunden entschieden sich für den Billigflieger. Im Winterhalbjahr will Easyjet dort wachsen, wo Konkurrenten zurückstecken.

Mehr Geschäftskunden

Im vergangenen Geschäftsjahr verdiente Easyjet unter dem Strich 255 Millionen britische Pfund (317,5 Mio Euro), rund 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Während die Zahl der Fluggäste um sieben Prozent auf 58,4 Millionen kletterte, legte der Umsatz sogar um fast zwölf Prozent auf rund 3,9 Milliarden Pfund zu. Zu dem Anstieg trugen sowohl die lukrativeren Tickets für Geschäftskunden als auch die verbesserte Auslastung der Maschinen bei.

Die gestiegenen Treibstoffkosten konnte das Unternehmen damit teilweise auffangen. Insgesamt gab Easyjet 1,15 Milliarden Pfund für Kerosin aus, ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Für den Anstieg waren nicht nur die höheren Spritpreise, sondern auch das ausgeweitete Flugangebot verantwortlich.

Dividende verdoppelt

Auch im laufenden Winterhalbjahr will Easyjet im Gegensatz zu Ryanair und Lufthansa das Flugangebot weiter ausbauen. "Schwächere Wettbewerber schränken sich ein, und es gibt Gelegenheiten zum profitablen Wachstum", schreibt das Management. Easyjet will die Kapazität nun um 3,5 Prozent steigern. Die Lufthansa will ihren Flugplan hingegen im Vergleich zum vergangenen Winter um drei Prozent zusammenstreichen, der irisische Billigflieger Ryanair will sein Angebot stabil halten.

Von der Gewinnsteigerung sollen auch die Aktionäre profitieren. Für das abgelaufene Jahr sollen je Aktie 21,5 Pence an die Anteilseigner fließen, gut doppelt so viel wie die 10,5 Pence aus dem Vorjahr. Künftig will das Unternehmen ein Drittel seines Überschusses als Dividende ausschütten. Bisher hatte die Ausschüttung nur ein Fünftel betragen.

Von: dpa-AFX

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