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Easyjet verhandelt mit Bundesregierung über Staatshilfen

Easyjet verhandelt mit der Bundesregierung über Staatshilfen. Die Fluggesellschaft beschäftigt allein 1000 Mitarbeiter in Berlin. Die Airline leidet stark unter der Krise.

Eine Easyjet-Maschine am Hauptpier des BER. © Easyjet

Easyjet redet mit der Bundesregierung über eine signifikante Finanzhilfe. "Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv", sagte Konzernchef Johan Lundgren der "Wirtschaftswoche". Dabei gehe es offenbar um mehrere hundert Millionen Euro, berichtete das Blatt. Die Summe wollte Lundgren nicht kommentieren.

Easyjet sei mit gut 1000 Beschäftigten allein in Berlin ein großer Arbeitgeber im Land, sagte er der "Wirtschaftswoche" weiter: "Wir haben eine große Präsenz in Deutschland, haben vor der Krise für einen gesunden Wettbewerb gesorgt und dafür viel Geld investiert. Das sollte sich im Umfang der Hilfe widerspiegeln."

Easyjet teilte mit, dass man kein formellen Antrag auf Finanzierung gestellt habe. "Wir sprechen weiterhin kontinuierlich mit all diesen Regierungen", so ein Statement der Airline.

Mitte Oktober hatte sich die Airline nach langen und intensiven Gesprächen mit der Berliner Belegschaft auf einen Arbeitsplatzabbau geeinigt. Die Berliner Flotte wird ab Dezember nahezu halbiert - von 34 auf 18 Maschinen aus der A320-Familie. Im Zuge dessen werden 418 Stellen von ehemals rund 1500 Stellen wegfallen. Der Abbau solle zunächst mit einem Freiwilligenprogramm beginnen, nur wenn nötig sollten betriebsbedingte Kündigungen folgen. Alle die gehen erhielten Leistungen aus einem Sozialplan.

© dpa, Nick Ansell/PA WireLesen Sie auch: Easyjet veräußert neun weitere Flugzeuge mittels "Sale and Lease back"

Easyjet hat in dem Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise den ersten Jahresverlust seiner Geschichte eingeflogen und will auf eine Dividende verzichten. Ende September verfügte die Airline nach zahlreichen Kapitalmaßnahmen über Barreserven von rund 2,3 Milliarden Pfund (2,53 Milliarden Euro) und saß auf einem Schuldenberg von 1,1 Milliarden Pfund.

Von: afp, br

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