Interview "Es ist zu früh für konkrete Prognosen zu einzelnen Easyjet-Standorten"

Easyjet muss Mitarbeiter entlassen und will die Kapazitäten runterfahren. Das gesamte Netzwerk steht zur Disposition. In Berlin wird Easyjet aber bleiben, verspricht Country-Manager Stephan Erler im airliners.de-Interview.

Flugzeuge von Easyjet rollen am Flughafen Berlin-Schönefeld zu den Parkpositionen. © dpa / Bernd Settnik

Die Easyjet-Führung ist seit Wochen an allen Fronten gefordert: Die Flotte steht in der Corona-Krise am Boden, der wichtigste Aktionär wollte das Management vom Hof jagen. Easyjet muss Mitarbeiter entlassen und will die Kapazitäten runterfahren. Das gesamte Netzwerk steht zur Disposition. Was das für Berlin und Deutschland bedeutet, skizziert Country-Manager Stephan Erler im airliners.de-Interview.

airliners.de: Easyjet plant die Wiederaufnahme des Flugbetriebs für Mitte Juni. Um welche Routen geht es und wann gibt es wieder Flüge von deutschen Basen?

Stephan Erler: Zunächst sind es vor allem Strecken in und zwischen Großbritannien, Frankreich und Italien. Der Aufbau des Flugbetriebs erfolgt dabei mit Augenmaß und wird laufend anhand der beiden Variablen Planbarkeit und Bedarf angepasst werden. Den ganzen Weg bis zum vollen Flugbetrieb im Vorhinein zu planen, ist unmöglich. Wann es an den deutschen Basen wieder losgeht, können wir noch nicht sagen, da wir gerade noch die Planungen für die Sommermonate Juli und August finalisieren. Noch ist die Frage nach der Aufhebung der deutschen Reisewarnungen ja offen. Auch die weiteren gesetzlichen Vorgaben wird man sich genau anschauen müssen.

Über den Interviewpartner

Stephan Erler ist seit dem 1. März 2019 erster Country Manager von Easyjet in Deutschland. Er arbeitete bereits von 2010 bis 2012 für Easyjet und verantwortete damals das deutsche Routenportfolio. Zwischenzeitlich war Erler unter anderem für Air New Zealand tätig.

Easyjet hat jüngst angekündigt, bis zu 30 Prozent seiner europaweit 15.000 Arbeitsplätze abzubauen. Was heißt das für die in Deutschland Beschäftigten?

Von: Dennis Kazooba

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