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Easyjet fordert einheitliche Corona-Regularien

Billigflieger Easyjet prüft zurzeit verschiedene Coronatest-Möglichkeiten, um Reisen wieder zu ermöglichen. Gleichzeitig fordert die Airline europaweit einheitliche Quarantäne- und Testverfahren.

Flugzeuge der Easyjet am Flughafen Berlin-Schönefeld. Im Hintergrund der neue BER-Tower. © dpa / Bernd Settnik

Easyjet prüft zurzeit verschiedene Test-Möglichkeiten, um Menschen das Reisen zu ermöglichen. "Wir setzen nicht nur auf Antigentests", so der für den deutschen Markt zuständige Country-Manager Stephan Erler gegenüber airliners.de. "Wir brauchen europaweit einheitliche Quarantäne- und Testverfahren", so Erler weiter. Es nützte nichts, wenn wir später lokale, regionale oder nationale Unterschiede haben.

Konkurrentin Lufthansa hatte in der vergangen Woche Probeläufe mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere gestartet.

Derzeit stehe für die Airline erstmal das kommende Weihnachtsgeschäft im Fokus. Allerdings nur soweit das derzeit unter "den gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich" sei, so der Manager weiter. So peilt der Billigflieger an, um Weihnachten rund 40 Ziele vom neuen Berliner Hauptstadtflughafen aus anzufliegen. Darunter sind hauptsächlich Städteverbindungen nach Athen, Barcelona, Genf, Zürich und Wien. Aber auch einige Warmwasserziele stehen auf dem Programm.

Keine Fluggarantien

Eine Fluggarantie, wie kürzlich von Air Malta eingeführt, will Easyjet nicht geben. Aber den "Flugplan, der für den Dezember buchbar ist, werden wir auch fliegen", bekräftigt Erler. Zudem will die Airline ihre Kapazitäten immer entsprechend der Nachfrage anpassen. Mit der Öffnung der Kanarischen Inseln, sei die Nachfrage aus Deutschland und Großbritannien auf die Ferieninseln schlagartig angestiegen. Easyjet hat laut Erler zeitnah dank der Flexibilität der Airline die Kapazitäten erhöhen können.

Für den kommenden Sommer wird Easyjet vorrangig auf touristische Ziele setzen. "Unsere Zielmarke sind 18 Maschinen in Berlin und mit denen wollen wir 70 bis 75 Ziele anbieten", so der Manager weiter. Gleichzeitig wolle die Airline auch einige Städteverbindungen wieder verstärkt in den Fokus nehmen, allerdings nur, wenn der Geschäftsreiseverkehr wieder anziehen wird.

Die Wiederaufnahme der innerdeutschen sieht Erler auf absehbare Zeit nicht kommen. "Der innerdeutsche Verkehr verlagert sich derzeit auf das Auto und die Bahn. Daher rechnen wir derzeit nicht mit einer starken Nachfrage", so der Manager weiter. Easyjet hatte im Zuge der Corina-Krise die innerdeutschen Verbindungen von Berlin nach Düsseldorf, Köln/Bonn, Stuttgart und Frankfurt eingestellt.

Die Airline hatte Anfang der Woche einen Milliardenverlust ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September riss der Einbruch des Flugverkehrs infolge der Pandemie den Billigflieger tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Minus von fast 1,1 Milliarden britischen Pfund (1,2 Milliarden Euro) nach einem Gewinn von 349 Millionen Pfund im Vorjahr.

Dennoch kann und wird Easyjet die Krise gut überstehen. "Wir konnten in den vergangenen Wochen durch verschiedene Maßnahmen, etwa durch Kosteneinsparen oder auch durch die Aufnahme neuer Kredite sowie Sale-and-Leaseback-Geschäfte ein gesundes Polster an Cash generieren."

Von: br

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