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Easyjet beginnt "Sale and Lease back"mit sechs A320 Neo

Mit dem Verkauf und Zurückmieten von Flugzeugen will sich Easyjet finanziell weiter absichern. Die Fluggesellschaft hat seit der denkwürdigen Hauptversammlung Ende Mai viel unternommen, um die Reserven zu steigern. Schon bald kommen die Aktionäre wieder zusammen.

Eine A320 Neo von Easyjet. © AirTeamImages.com / Matthieu Douhaire

Easyjet vermeldet eine weitere Aufstockung ihrer Barreserven um rund 225 Millionen Euro. Die Fluggesellschaft wird sechs ihrer A320 Neo für die genannte Summe an die "weltweit führende Leasinggesellschaft" SMBC Aviation Capital verkaufen und unmittelbar wieder anmieten (Sale and Lease back). Die Leasing-Vereinbarungen hätten eine Laufzeit von 110 bis 122 Monaten, also rund zehn Jahren, teilte die Low-Cost-Airline mit. Die Kosten für das Leasing beliefen sich für diesen Zeitraum auf rund 171 Millionen Euro.

Bereits zuvor hatte Easyjet angekündigt, dass man durch Sale-and-Lease-back-Geschäfte zügig bis zu 700 Millionen Euro dem Liquiditätspolster hinzufügen will. Man habe gemeinsam mit SMBC bereits weitere Flugzeuge ins Auge gefasst, die in den kommenden 18 Monaten zu ähnlichen Konditionen verkauft und angemietet werden sollen.

Das Geschäft ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die das Easyjet-Management seit der Hauptversammlung Ende Mai zur Stärkung der kurz- und mittelfristigen Liquidität veranlasst hat. Ob diese dabei auch geeignet sind, die Beziehungen zum größten Einzelaktionär und Airline-Gründer Stelios Haji-Ioannou zu kitten, wird sich in wenigen Wochen zeigen. Für den 14. Juli ist ein neuerliches General Meeting der Anteilseigner angesetzt. Die Airline will sich bei diesem die Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung sichern.

Von: dk

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