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A350-1000 im Design von Qatar (vorn) und eine 900er-Version ebenfalls vom arabischen Carrier. © Airbus / P. Masclet/master films

Qatar Airways ist der größte Kunde für das neue Airbus-Langstreckenflugzeug A350. Die staatliche Airline vom Persischen Golf ist zudem Erstkunde der zwei A350-Varianten -900 und -1000. In der vergangenen Woche hat die Fluggesellschaft nun aber in Abstimmung mit der Qatar Civil Aviation Authority (QCAA) Flugverbote für 13 ihrer bislang ausgelieferten 53 Airbus-A350-Langstreckenmaschinen erteilt.

Qatar Airways klagt seit Monaten über einen vorzeitigen Abbau der Grundierungen am A350-Rumpf. Es gebe ein systematisches Problem beim A350, so der Vorwurf aus Katar. Die Oberfläche des Rumpfes unterhalb der Lackierung würde sich immer schneller abnutzen. Im Detail geht es um angebliche Mängel an der Nahtstelle zwischen dem Rumpf aus CFK und der Grundierung. Nun will Qatar Airways zunächst keine weiteren der insgesamt noch 76 ausstehenden Bestellungen für A350-Flugzeuge abnehmen.

Während Airbus bislang lediglich diplomatische Stellungnahmen veröffentlicht hat und offensichtlich bemüht ist, den Streit abzukühlen, heizt Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker den Konflikt weiter öffentlich an. Airbus müsse mit dramatischen Auswirkungen rechnen, wenn es nicht gelinge, den Streit zu lösen, sagte er der Nachrichtenagentur "Reuters". Das Flugverbot für einen Teil der A350-Flotte sei nun "die größtmögliche Sanktion gegen ein Modell und seinen Hersteller", bewertet die "Welt" das Vorgehen.

Qatar Airways gilt bei Airbus generell als schwieriger Kunde. So weigerte sich die Airline vor einigen Jahren, den ersten A320 Neo abzunehmen. In der Folge wurde Lufthansa zum Erstkunden. Auch über die Unzufriedenheit mit dem Airbus A380 ließ Qatar-Airways-Chef Al Baker niemanden in Unkenntnis. Aber auch gegen Boeing teilte der CEO von Qatar Airways schon aus.

Akbar Al Baker, CEO der Fluglinie Qatar Airways © dpa / Daniel Bockwoldt

Al Baker ist extrem einflussreich. So ist der in Katar stets als "His Excellency" titulierte Manager auch für den Flughafen in Doha zuständig, bekleidet den Posten des Generalsekretärs beim National Tourism Council (NTC) von Katar und fungiert als Geschäftsführer bei zahlreichen weiteren Qatar-Airways-Beteiligungen. International sitzt Al Baker im Aufsichtsrat der Oneworld Allianz sowie beim Flughafen London Heathrow. Er hat auch einen Sitz im Vorstand der Iata sowie bei der Arab Air Carriers Organisation (AACO).

Easa sieht keinen Handlungsbedarf

Was den aktuellen Konflikt um die A350 besonders macht, ist, dass bislang keine andere Fluggesellschaft Lack- oder Schutzschäden gemeldet haben. Ebenfalls besonders am Grounding der Flugzeuge: Bislang ist noch keine weitere Luftsicherheitsbehörde der QCAA gefolgt. Die europäische Behörde Easa berät sich allerdings bereits mit der QCAA, berichtet nun "aero.de" unter Verweis auf eine Easa-Sprecherin.

Die Easa habe sich mit der Zivilluftfahrtbehörde Katars in Verbindung gesetzt, "um festzustellen, ob ein Lufttüchtigkeitsproblem besteht", heißt es. Auf Basis der bislang vorliegenden Daten gebe es aber derzeit "keine Anhaltspunkte" für Auswirkungen auf die strukturelle Stabilität des Flugzeugs, berichtet auch "Aerotelegraph" und zitiert die Easa damit, dass das Problem untersucht worden sei, es aber "keinen Handlungsbedarf" gebe.

Allerdings ist das Problem an sich unstrittig. Es sei aber bekannt, dass es zu Zersetzungen der Lackierung und des Schutzanstriches kommen könnte, heißt es dazu bei der Easa. Die europäische Behörde stuft die Materialabnutzung eher als Wartungsproblem ein. Erstmals aufgetreten waren die Probleme im November, als ein nur vier Jahre altes Flugzeug der Qatar Airways in Shannon eine Sonderlackierung zur Fußball-WM in Katar bekommen sollte. Das Flugzeug schickte Qatar-Chef Al Baker direkt nach Toulouse. Seitdem eskaliert der Streit um die Folgekosten immer weiter.

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