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Modell des ZEHST am Stand von EADS auf der Paris Air Show 2011 © dpa / Jürgen Dannenberg
Modell des ZEHST am Stand von EADS auf der Paris Air Show 2011 © dpa / Jürgen Dannenberg
Grafik des ZEHST © dpa / EADS
Schnittzeichnung des ZEHST © dpa / EADS

Der europäische Luftfahrtkonzern EADS hat am Sonntag Pläne für ein neues Raketenflugzeug präsentiert, das in einigen Jahrzehnten beispielsweise in nur zweieinhalb Stunden von Paris nach Tokio fliegen soll. Das Flugzeug wird in Zusammenarbeit mit Japan entwickelt, die Technologie gibt es bereits. Bei der Flugschau bei Paris zeigt EADS ein vier Meter langes ZEHST-Modell, das dem früheren Überschallflugzeug Concorde ähnelt (s. Fotostrecke).

Das Flugzeug der Zukunft werde aussehen wie die "Zero Emission Hypersonic Transportation"-Maschine (Zehst), sagte EADS-Technikchef Jean Botti einen Tag vor Beginn der weltweit größten Luftfahrtmesse am Flughafen Le Bourget in der Nähe von Paris. Bis 2020 will der Konzern einen Zehst-Prototyp fertigstellen, um 2050 herum soll die Maschine dann den Flugverkehr aufnehmen.

Das schadstoffarme Flugzeug soll zwischen 50 und 100 Passagiere befördern und sich beim Start normaler Triebwerke bedienen, die von aus Algen gewonnenem Biokraftstoff angetrieben werden. In der Luft schaltet die Maschine den Plänen zufolge auf ein Raketentriebwerk um, das mit Sauer- und Wasserstoff betrieben wird, sodass lediglich Wasserdampf ausgestoßen wird. Das Flugzeug soll damit eine Höhe von 32 Kilometern erreichen können. Herkömmliche Passagiermaschinen fliegen in etwa 10.000 Metern Höhe. Zum Landen soll das neue Flugzeug zur Erde gleiten und erst kurz vor der Landung wieder auf die normalen Triebwerke umschalten.

Airbus hatte letzte Woche bereits Visionen für das Fliegen im Jahr 2050 vorgestellt. Dabei geht es nicht um Hyperschall und Raketenantrieb sondern um durchsichtige Membran-Außenhaut und bionische Leichtbaustrukturen.