Durchbruch bei Tarifgesprächen für Flughafen-Sicherheitspersonal

Rund 40 Verhandlungsrunden in drei Jahren haben der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft und Verdi hinter sich, jetzt rückt ein Manteltarifvertrag näher. Jüngste Gespräche endeten mit einem für beide Seiten tragbaren Ergebnis, nun wird in wenigen Tagen die Bundestarifkommission darüber befinden.

Sicherheitskontrolle an einem Flughafen © dpa / Tim Brakemeier

In den laufenden Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und Verdi für das Sicherheitspersonal an deutschen Flughäfen ist jetzt ein Durchbruch gelungen. "Nach fast 40 Verhandlungsrunden haben wir ein Ergebnis erzielt, dass nun in die Gremien geht", erklärte BDSW-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok gegenüber airliners.de. Nach rund dreijährigen Verhandlungen rückt nun der Abschluss eines Manteltarifvertrags näher. Zuletzt hatte das Thema Arbeitszeiten die Tarifpartner entzweit.

Von Gewerkschaftsseite wurden das gestern erzielte Ergebis als positiv bewertet. Am 11. September werde sich die Bundestarifkommission damit beschäftigen, teilte Verdi auf Nachfrage weiter mit. Sollte diese grünes Licht geben, könnte am 1. Januar 2014 ein Manteltarifvertrag für die rund 15.000 an deutschen Flughäfen im Sicherheitsgewerbe Beschäftigten in Kraft treten.

Die Einführung eines monatlichen Regelentgelts mit einem gesicherten Einkommen in einem sonst von Stundenlöhnen geprägten Gewerbe, Mindestschichtzeiten, Prämienleistungen sowie die Sicherung der Beschäftigten bei einem Auftragswechsel sind nach BDSW-Angaben die wichtigsten Eckpunkte dieses Tarifvertrages. Bislang gelten in allen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Als nächster Schritt sollen im kommenden Jahr die Verhandlungen zu einem bundesweiten Entgelttarifvertrag aufgenommen werden.

Der Tarifkonflikt im Sicherheitsgewerbe hatte Anfang des Jahres zu erheblichen Problemen und vielen Flugausfällen geführt. Beispielsweise hatten die Beschäftigen in Hamburg im Januar und Februar an vier Tagen gestreikt und den Flughafen weitgehend lahmgelegt. Rund 100.000 Passagiere blieben am Boden. Schlichtersprüche beendeten die Konflikte und führten zu teils deutlichen Lohnerhöhungen für die Beschäftigten.

Von: airliners.de

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