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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). © andreas-scheuer.de

Duisburg ist im Rennen um ein nationales Wasserstoffzentrum eine Runde weiter. Der Standort hat sich zusammen mit Pfeffenhausen (Bayern) und Chemnitz (Sachsen) unter 15 Bewerbern durchgesetzt. Für diese drei Standorte soll jetzt eine Machbarkeitsstudie erfolgen, wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Mittwoch in Berlin weiter mitteilte. Dem Standort des neuen Zentrums, mit dem der Einsatz von Wasserstoff etwa in Autos vorangetrieben werden soll, winkt laut Scheuer eine Förderung im dreistelligen Millionenbereich.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gratulierte dem Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT in Duisburg, das in die Endauswahl kam. "Das ist ein großer Erfolg", sagte Laschet der dpa. Die Landesregierung werde die Zentrumsentwicklung bis 2025 mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützen. NRW wolle zum führenden Land der klimaneutralen Mobilität werden und sei bei der batterie-elektrischen Mobilität bereits weit gekommen. "Nun können wir den Grundstein legen, auch bei der Wasserstoffmobilität unseren Unternehmen zur Weltmarktführerschaft zu verhelfen."

Fokus auf Luft- und Schifffahrt liegt in Bremerhaven und Hamburg

Beim Projekt in Chemnitz geht es laut Bundesverkehrsministerium um den Aufbau von Wertschöpfung auf Basis von Brennstoffzellen für Fahrzeuganwendungen. In Pfeffenhausen liege ein Schwerpunkt auf Flüssigwasserstoff, in Duisburg gehe es um Innovationsentwicklung oder die Testung und Prüfung brennstoff-zellenbasierter Antriebssysteme für den Straßen-, Schienen-, Wasser- und Flugverkehr. Für ein Projekt in Bremerhaven, Hamburg und Stade solle eine Untersuchung mit Fokus auf Luft- und Schifffahrt gefördert werden.

Scheuer bekräftigte seine Position, bei den Fahrzeugantrieben der Zukunft nicht alleine auf batteriebetriebene Elektroautos zu setzen - sondern auch auf den Wasserstoffantrieb per Brennstoffzelle oder über sogenannte E-Fuels. Scheuer sprach von Technologieoffenheit. Das Verkehrsministerium könne Projekte über die Nationale Wasserstoffstrategie mit insgesamt 1,6 Milliarden Euro fördern. Die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm sagte, es sei wichtig, eine Vielzahl von Technologien zu entwickeln.

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Die Autoindustrie forscht seit langem an der Brennstoffzelle. Dazu kommt ein Einsatz von E-Fuels - dies sind synthetische Kraftstoffe, die mittels Strom aus Wasser und Kohlendioxid produziert werden. Dieser Strom soll aus ökologischer Sicht vor allem aus erneuerbaren Energien gewonnen worden. Mit E-Fuels könnten Verbrennungsmotoren lange weiter genutzt werden - nur nicht mit fossilen Energieträgern wie bisher, sondern mit alternativen Kraftstoffen. Viele kleine und mittlere Zulieferer in Deutschland mit Tausenden von Jobs hängen noch am Verbrenner. Deutschland bemüht sich, Wasserstoff-Produktionskapazitäten in anderen Ländern aufzubauen, dazu wurden Energiepartnerschaften etwa mit Chile geschlossen.

Der Leiter Verkehrspolitik beim Umweltverband BUND, Jens Hilgenberg, sagte: "Gerade im Verkehrssektor dürfen jetzt keine kostspieligen Fehlinvestitionen getätigt werden. Hinsichtlich ihrer Energieeffizienz sind Batteriefahrzeuge klar im Vorteil gegenüber Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb oder gar Verbrennern, die mit wasserstoffbasierten E-Fuels fahren." Im Verkehr sollte Wasserstoff nur dort zum Einsatz kommen, wo effizientere Technologien keine Anwendung finden - das wären nicht auf die Schiene verlagerbare Langstreckenflüge und Teile des Schiffsverkehrs. "Eine effektive Klimaschutzstrategie muss auf die jeweils effizienteste Technik setzen, damit scheidet Wasserstoff im Pkw eindeutig aus."