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Drohnensichtungen an Flughäfen nehmen zu

Vor allem am Frankfurter Flughafen werden Drohnen im Nahbereich zum Alltagsproblem. Eine verbesserte Aufspürung der für Verkehrsflugzeuge gefährlichen Objekte soll in diesem Sommer erstmals getestet werden.

Drohen vor einem anfliegenden Flugzeug © Adobe Stock Nr. 191661440

An den deutschen Flughäfen sind im ersten Quartal dieses Jahres mehr illegale Drohnen gesichtet worden als ein Jahr zuvor. Während wegen der Corona-Krise immer weniger reguläre Flugzeuge unterwegs waren, wurden in den drei Monaten seit Jahresbeginn 25 unbemannte Flugkörper im Nahbereich der Flughäfen gesichtet, wie die Deutsche Flugsicherung mitteilte. Vor einem Jahr hatte man zu diesem Zeitpunkt 17 Fälle gezählt.

Erneut war der Frankfurter Flughafen mit 16 Zwischenfällen am stärksten betroffen, vor Berlin-Tegel (3) und Hamburg (2). Jeweils eine Sichtung gab es in München, Stuttgart, Nürnberg und Saarbrücken. In Frankfurt musste der Betrieb in zwei Fällen für zusammen vier Stunden aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Das hat bereits die deutschlandweite Zahl von drei Stunden aus dem Vorjahr übertroffen.

© Adobe Stock Nr. 191661440, Lesen Sie auch: Linke kritisiert Projekt "Falke" zur Drohnenabwehr an Flughäfen

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometer gehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet. Die Flugsicherung arbeitet nach eigenen Angaben an einem Detektionssystem und will dazu erste Tests in der Jahresmitte durchführen.

Von: dk, dpa

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