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Drohnen werden zur Gefahr an Flughäfen

In diesem Jahr sind bereits mehr Drohnen an Flughäfen gesichtet worden als in den beiden Vorjahren zusammen. Das wird zur Gefahr an Airports. Die DFS will jetzt Abhilfe schaffen.

UAV über Hamburg. © Jan Brandes

Über deutschen Flughäfen sind immer mehr Drohnen unterwegs. In diesem Jahr wurden erstmals mehr als 100 dieser kleinen Flugobjekte an Airports gesichtet, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) der dpa berichtete.

Das waren bis einschließlich 12. August schon mehr Beobachtungen als im gesamten Vorjahr mit insgesamt 88 Fällen. In den beiden Jahren davor waren es 64 (2016) und 14 (2015) Sichtungen.

Verschärfte Regeln für Drohnenflüge

Seit Oktober 2017 gelten verschärfte Regeln für den Drohnenflug, über Flughäfen sowie im An- und Abflugbereich ist er laut Verordnung verboten. "Unser Kernthema ist die Sicherheit im Luftraum, hier tragen wir die Verantwortung. Die steigende Anzahl von Drohnensichtungen beobachten wir daher sehr aufmerksam und mit Sorge", sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle.

Drohnensichtungen an Deutschen Flughäfen im Vergleich
2018* 2017
Frankfurt 20 15
München 12 7
Berlin-Tegel 9 11
Hamburg 8 4
Köln/Bonn 7 4
Berlin-Schönefeld 6 5
Stuttgart 4 2
Bremen 4 2
Düsseldorf 2 8
Übrige 12

Die Grafik zeigt die Verteilung der Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen im Vergleich zwischen den ersten achteinhalb Monaten des aktuellen Jahres und den Zahlen für 2017.Quelle: Deutsche Flugsicherung

Drohnenpiloten müssen laut Verordnung an Flughäfen einen Abstand von 1,5 Kilometern zum Zaun einhalten, denn die unbemannten Flugobjekte mit vier Rotoren und Kamera sind eine Gefahr für den Flugverkehr. Direkt über "sensiblen Zonen" wie zum Beispiel Flughäfen sind Drohnenflüge strikt verboten.

Piloten melden Drohnen-Sichtung

Drohnen seien nicht auf dem Radar zu sehen, teilte die DFS mit. Sie erhält ihre Angaben von Flugzeugpiloten, wenn sie die Objekte beim An- oder Abflug entdecken. 2016 war ein Lufthansa-Airbus bei der Landung in München beinahe mit einem Quadrocopter zusammengestoßen.

Seit Oktober 2017 müssen große Geräte gekennzeichnet sein, manche brauchen eine Aufstiegserlaubnis. Ist die Drohne schwerer als zwei Kilo, braucht der Pilot seit 1. Oktober zudem einen Kenntnisnachweis, einen "Drohnen-Führerschein".

DFS und Telekom arbeiten an neuem System

Um Drohnen sicher in den Luftverkehr zu integrieren, treibt die DFS mit der Deutschen Telekom ein "Verkehrsmanagementsystem für den unkontrollierten Luftraum" voran. Dabei werde eine Drohne mit einem Modem und einer Sim-Karte ausgestattet, quasi ein fliegendes Smartphone, erläuterte die DFS.

Die Ausstattung würde die Ermittlung des Drohnen-Standortes ermöglichen. "Unser Ziel ist der Einsatz des Systems in Deutschland", ergänzte Scheurle. Dazu müsste die Drohnenverordnung im Einklang mit europäischen Vorstellungen weiterentwickelt werden.

Von: dpa, br

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