Dresdner Yellowair geht nicht an den Start

Eigentlich wollte Yellowair bald Regionalflugverbindungen ab Deutschland anbieten. In Dresden sollte es losgehen, doch die Corona-Krise zwingt zur Absage. Der Gründer macht noch ein weiteres Hindernis aus.

Ein Regionalflieger im Yellowair-Outift © yellowair

Die virtuelle Fluggesellschaft Yellowair wird den Flugbetrieb in diesem Jahr nicht mehr aufnehmen, teilte Projektmanager Tom Moche gegenüber airliners.de mit. Aufgrund des vorerst nicht absehbaren Endes der Corona-Krise seien Investoren abgesprungen. Nichtsdestotrotz wolle man die Planungen für erste Flüge wieder aufnehmen, sobald die Krise überwunden sei.

Yellowair will als Regionalfluggesellschaft zunächst von Dresden aus starten. 100-Sitzer oder kleiner sollen mitsamt Crews dafür geleast werden. Es soll jedoch einen einheitlichen Markenauftritt geben.

Dass aus dem Vorhaben zunächst nichts wird, sieht Moche auch im fehlenden Rückhalt seitens des Freistaats Sachsen und der Stadt Dresden. Beide machten den Fehler, darauf zu setzen, dass große Airlines für mehr Verbindungen nach Dresden sorgen. Deren Flugzeuge seien aber schlichtweg zu groß für das Passagieraufkommen in der Region, folglich meideten sie den Flughafen.

"Yellowair hingegen ist mit seinem Konzept auf Dresden zugeschnitten," ist gründer Moch überzeugt. Mit Flugzeugen unter 100 Sitzplätzen könne man ab Dresden eine Vielzahl an Strecken gewinnbringend und damit dauerhaft anbieten.

© Flughafen Leipzig/Halle GmbH, Archiv, Lesen Sie auch: Airline-Pleiten treffen besonders den Osten

Von: dk

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