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DIW-Chef Fratzscher widerspricht BER-Kritikern

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat vor einer Überdramatisierung der finanziellen Probleme des neuen Hauptstadtflughafens BER gewarnt.

Marcel Fratzscher © Marcel Fratzscher

"Es ist nicht überraschend, dass in einer so tiefen wirtschaftlichen Krise der Flughafen BER Verluste macht, das geht fast allen anderen Flughäfen auch so", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt". Es gebe keinen Grund, an der Zukunftsfähigkeit des BER zu zweifeln.

Vor allem Grüne und FDP äußern immer wieder Befürchtungen, die Verluste der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) könnten zu jahrelangen Kosten für die Eigentümer - den Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg - führen. "Mit Blick auf die aktuelle Finanzlage der FBB bekommt man ein flaues Gefühl für die Zeit nach der BER-Eröffnung", teilte etwa der FDP-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja, am Samstag mit.

Ähnlich äußerte sich der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler: "Das Problem ist, dass der BER auch im Betrieb ein Milliardengrab zu werden droht, weil einfach die Kosten nicht gedeckt werden können durch die Einnahmen", sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Janine Schmitz/Photothek Lesen Sie auch: Airline-Chefs, Betreiber und Politik geben Startschuss für BER

Für die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK), Beatrice Kramm, ist die Eröffnung des BER an diesem Samstag hingegen ein "historischer Tag für die gesamte Metropolregion". Zu den Fehlern der Vergangenheit sei alles gesagt. "Jetzt heißt es nach vorne zu blicken und den Flughafen zum Erfolg zu führen."

Von: dpa, br

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