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Luftfracht wird in eine Boeing 747 verladen. © AirTeamImages.com

Nach dem Fund von zwei Paketbomben in Frachtflugzeugen aus dem Jemen werden in Deutschland Forderungen nach verschärften Kontrollen von Frachtsendungen laut. Eines der Pakete aus dem Jemen wurde in Köln umgeladen, wie Innenminister Thomas de Maizière am Sonntag mitteilte. Nun wird nach Sicherheitslücken gefahndet. Dabei regelt die EU auch die Sicherheit der Luftfracht in zunehmendem Maße.

Mit den Bedrohungen durch Paketbomben befasst sich nun auch der Bundestag. Die Bundesregierung lässt bereits seit dem Wochenende keine Fracht aus dem Jemen mehr nach Deutschland. Das geheim tagende Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) kommt dazu am Donnerstagnachmittag in Berlin zu einer Sondersitzung zusammen, wie aus Parlamentskreisen am Montag verlautete.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte am Montag dem rbb-Inforadio, es müsse geprüft werden, ob die Kontrolle der Frachtpost in die Zuständigkeit der Bundespolizei übergehen sollte. Derzeit sind die Luftfrachtunternehmen selbst für die Überprüfung zuständig und werden dabei vom Luftfahrtbundesamt (LBA) beaufsichtigt, obwohl Luftfracht zu einem Großteil in den Laderäumen der Passagierflugzeuge transportiert werden.

Allerdings lassen sich die Security-Maßnahmen aus der Passagierluftfahrt nicht einfach auf die Fracht ausweiten. Denn bei Luftfracht handelt es sich um komplexe logistische Prozesse, die sehr zeitsensibel sind. Zudem sind die technischen Möglichkeiten für Sicherheitskontrollen bei Luftfracht begrenzt. So gibt es beispielsweise Röntgengeräte nur bis zu einem bestimmten Tunnelmaß. Probleme gibt es daher schon bei übergroßer Fracht. Aber auch bei Schüttgut oder Gefahrgutsendungen stehen Luftfrachtversender oft vor Problemen.

Als erste Reaktion aus der Branche mahnte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) am Montag vor "Schnellschüssen". Die Vorfälle der vergangenen Tage müssten zunächst detailliert aufgeklärt werden, bevor "möglicherweise notwendige Konsequenzen" für die Sicherheitskontrollen in der Luftfracht gezogen werden könnten.

Auch das Bundesverkehrsministerium warnte derweil vor der Vorstellung, es könnte eine hundertprozentige Sicherheit im Frachtbereich geben. Die "totale Sicherheit" könne es nicht geben, doch arbeite sein Ministerium "mit Hochdruck" an ihrer Verbesserung, sagte der für die Luftverkehrssicherheit zuständige Parlamentarische Staatsekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, der "Leipziger Volkszeitung" (Montagsausgabe). Dazu gehöre die rasche Umsetzung der seit April zwischen EU und USA geltenden "Verordnung 300" zur Garantie einer "Sicheren Lieferkette".

Besondere Herausforderungen und neue Verordnungen

Grundsätzlich müssen Luftfrachtsendungen in der EU vor der Verladung in das Luftfahrzeug kontrolliert werden. Gleiches gilt für Transferfracht, die aus Drittländern außerhalb der EU umgeladen wird. Für die Kontrolle von Luftfrachtsendungen sind dabei - anders als bei den Passagierkontrollen - die Fluggesellschaften selbst zuständig.

Um die zeitlich meist hoch sensible Fracht nicht durch Sicherheitskontrollen aufzuhalten, soll Luftfracht idealerweise in einer sogenannten "Sicheren Lieferkette" angeliefert werden, um vor der Verladung auf das Flugzeug nicht mehr speziell kontrolliert werden zu müssen. Seit April 2010 gibt eine EU-Verordnung den aktuellen Rahmen zur Herstellung dieser Lieferkette vor.

Nach der "Verordnung 300" müssen die Frachtunternehmen durch lückenlose Kontrollen einen sicheren Transport von Fracht garantieren. Dazu sollen Versender-Unternehmen durch das LBA als "Bekannte Versender" zertifiziert werden. Überwacht wird die "Sichere Lieferkette" von einem "Reglementierten Beauftragten", der ebenfalls vom LBA zertifiziert, zugelassen und beaufsichtigt wird.

Das Problem an der "Sicheren Lieferkette" ist allerdings die große Anzahl der "Bekannten Versender". Selbst ein gewährter Übergangszeitraum von drei Jahren reicht Angaben von Luftfrachtunternehmen zufolge wahrscheinlich nicht aus, um "Bekannte Versender" flächendeckend anzutreffen.

Betroffen sind Schätzungen des Bundesverkehrsministeriums zufolge rund 25.000 Unternehmen in Deutschland. Andere Schätzungen gehen von bis zu 60.000 Unternehmen aus. Diese müssten sich bis Anfang 2013 vom LBA als "Bekannte Versender" zertifizieren lassen. Allerdings weigern sich Versender-Unternehmen teilweise, den aufwändigen Prozess der Zertifizierung zu gehen, so dass die Anzahl vor Ort zu überprüfender Fracht derzeit nicht ab- sondern zunimmt.

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