737-Max: Diese Wetlease-Anbieter sorgen für Ersatz in Deutschland

In Deutschland betrifft das Flugverbot der 737 Max Tuifly und Sunexpress. Beide Airlines setzen als Ersatz auf Leasing-Gerät. airliners.de gibt eine Übersicht, welche Maschinen dabei zum Einsatz kommen.

Einer geleaster Airbus A320 von Avion Express der für Sunexpress unterwegs ist. © AirTeamImages.com / Markus Mainka

Viele Airlines haben die Max-Maschinen den Großteil des Sommers aus dem Flugplan genommen. Sunexpress Deutschland und Tuifly sind die einzigen deutschen Airlines, die direkt vom weltweiten Grounding betroffen sind. Beide Airlines wollten in diesem Sommer ihre ersten Boeing 737-Max-Jets einflotten. airliners.de gibt eine Übersicht, auf welche Leasingpartner die beiden Ferienflieger für den Sommer setzen.

Sunexpress Deutschland plante in diesem Sommer den Einsatz von drei Maschinen vom Typ 737 Max 9. Nach Recherchen von airliners.de ersetzt der Ferienflieger die fehlenden Kapazitäten mit zwei Airbus A320. Die beiden Airbus-Jets kommen vom lettischen ACMI-Spezialisten Smartlynx Airlines und tragen eine reduzierte Sunexpress-Livery. Beide Maschinen sind in Frankfurt stationiert, wie aus Flugplandaten hervorgeht. Bestätigen wollte die Airline das Leasing der beiden Maschinen auf Anfrage von airliners.de nicht.

Der türkische Sunexpress-Ableger muss den Ausfall von fünf 737-Max-Jets kompensieren. Aktuell hat die Airline neun Maschinen vom Typ A320 in der Flotte, die alle vom Wet-Lease-Spezialisten Avion Express aus Litauen kommen, wie aus Daten von CH-Aviation hervorgeht. Darüber hinaus setzt der Ferienflieger auf zwei Boeing 747-400 der Wamos Air.

Tuifly least wegen Max-Ausfall eine A321

Konkurrentin Tuifly hat aufgrund des 737-Max-Groundings einen Airbus A321 geleast, so ein Konzernsprecher zu airliners.de. Es handelt sich dabei um einen Airbus A321 der rumänischen Just Us Airlines. Die Maschine ist für Tuifly ab Düsseldorf im Einsatz. Die Airline hat Leasingverträge verlängert und hält Maschinen länger in der Flotte als ursprünglich geplant, um die vier geplanten 737-Max auszugleichen, so der Sprecher weiter.

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Die weiteren Leasings der Airline stehen jedoch nicht im Zusammenhang mit der Boeing 737-Krise. So hat Tuifly einen Airbus A320 von Sundair angemietet, der für Tui ab Karlsruhe/Baden-Baden im Einsatz ist. Ein Airbus A321 der White Airways fliegt das Tui-Programm ab Paderborn.

Boeing plädiert für gleichzeitige Wiederzulassung

Wann die Boeing 737 Max wieder abheben wird, ist derzeit weiter unklar. Im Vorfeld der Luftfahrt-Show in Paris sagte Boeing-Chef Dennis Muilenburg, er plädiere dafür, die Boeing 737 Max erst wieder abheben zu lassen, wenn alle Luftfahrtbehörden das Flugzeug wieder freigegeben hätten. Einen Zeitpunkt wollte der Boeing-Chef nicht prognostizieren.

Für die Verbesserung des Flugzeugs, dessen automatisches Trimmsystem MCAS vermutlich zu den Unglücken mit insgesamt 346 Toten beigetragen hat, werde sich Boeing die notwendige Zeit nehmen. Der Zertifizierungsprozess komme zwar gut voran, doch die Entscheidung liege bei den Behörden.

Der internationale Airline-Verband Iata rechnet damit, dass das Startverbot nicht vor Anfang oder Mitte August aufgehoben wird. Die FAA und auch Boeing selbst hatten zuletzt den Zeithorizont auf "bis Ende des Jahres" erweitert.

Von: br

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