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Dienstleister kündigt 150 Check-In-Mitarbeiter in Berlin-Tegel

Erst wurden die Abfertigungsverträge gekündigt, nun sind die Mitarbeiter an der Reihe: Beim Flughafen-Dienstleister APSB in Berlin-Tegel sind 150 Beschäftigte gekündigt worden. Nun soll eine andere Tochterfirma der gleichen Unternehmensgruppe die Aufgaben übernehmen.

Mitarbeiter des Flughafen-Dienstleisters Aviation Passage Service Berlin (APSB) stehen während einer Pause bei der Betriebsversammlung vor dem Flughafen Tegel. © dpa / Paul Zinken

Beim Flughafen-Dienstleister APSB in Berlin-Tegel haben nach Betriebsratsangaben 150 Beschäftigte die Kündigung erhalten. Das Unternehmen Aviation Passage Service Berlin (APSB) selbst teilte am Mittwoch mit, die Tätigkeiten am Check-In in Tegel würden zum 4. November eingestellt. Dort macht die Firma mit 220 Mitarbeitern die Passagierabfertigung für vier Fluggesellschaften. Diese Aufgabe werde künftig von anderen Gesellschaften übernommen, teilte APSB mit.

«Das ist eine Riesensauerei», sagte die Vorsitzende des Betriebsrates, Cornelia Hecht. «Leute, die 20, 30 Jahre am Flughafen gearbeitet haben, schickt man davon.»

Die APSB ist eine Tochter des Dienstleisters GlobeGround, der zur WISAG gehört, die 2008 auf den Berliner Flughäfen den Bodenservice übernommen hatte. GlobeGround hatte die Abfertigungsverträge der APSB Ende Juni gekündigt. Die Arbeitnehmerseite wirft dem Management vor, durch die Vergabe der Aufträge an andere Tochterfirmen die Löhne zu drücken. In manchen Fällen soll es sich dabei monatlich um bis zu 1.000 Euro weniger handeln, als bislang in der APSB gezahlt wurden, berichtete der RBB.

Das Unternehmen erklärte, es erwirtschaftete hohe Verluste und sei nicht mehr in der Lage, dem Kostendruck des Marktes gerecht zu werden.

Von: dpa, airliners.de

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