Die Schiene will von der Luftfracht lernen

Es soll mehr Güterverkehr auf die Schiene gebracht werden. Jetzt will die Bahn-Branche dazu lernen - und guckt sich die Luftfracht an. Der Benchmark soll zu mehr Sicherheit, einer besseren Instandhaltung und neuen Geschäftsmodellen führen.

Frachtverladung bei Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen. © Fraport

Die Bahn soll mehr Güter transportieren. Doch es hapert an Geschwindigkeit und Digitalisierung. Nun soll ein Benchmark mit der Luftfahrt für Forstschritt sorgen.

Der "Aero-Ferro Benchmark" ist eine Kooperation von vier Partnern: zwei Universitäten und zwei Gesellschaften, die sich auf das Verleihen von Güterwagen spezialisiert haben. Es handelt sich dabei um die TU-Berlin, die École Centrale de Lyon sowie GATX und Ermewa.

Wie das Projekt selbstkritisch anmerkt, mangelt es beim Schienengüterverkehr (SGV) noch an Effizienz und die Fortschritte sind langsam. Aus diesem Grund soll der SGV nun stärker mit der Luftfracht verglichen werden, die aus Sicht der Partner vieles besser macht. Als Folge sollen die in der Luftfracht angewandten Konzepte auf den SGV angepasst und umgesetzt werden.

Dafür soll der "Aero-Ferro Benchmark" zahlreiche Felder abdecken. Von der Wartung und Instandhaltung über die Logistik bei Ersatzteilen bis hin zu Sicherheitsstrategien im Betrieb. Wichtig wird auch ein Vergleich der Lärmbelastung, die im SGV auftritt, bei der Energieeffizienz und den Geschäftsmodellen.

Der "Aero-Ferro Benchmark" ist auf drei Jahre ausgelegt. Die ersten Zwischenergebnisse sollen den Angaben der Kooperationspartner zufolge bereits im Jahr 2020 in Form eines Symposiums präsentiert werden. Dazu sind projektbegleitende Workshops geplant.

Von: as

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