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Ein Reisender mit Mundschutz läuft durch den Flughafen Charles de Gaulle. © dpa / Francois Mori

Im vergangenen Jahr hat KLM ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Dann kam Corona und alle Planungen wurden Makulatur, sagt Stefan Gumuseli, Deutschland Direktor von Air-France-KLM, im Interview mit airliners.de. Gumuseli gibt zudem einen Ausblick auf die Flottenplanung der Post-Corona-Zeit, erläutert, warum sich die First Class bei Air France sich gerade einer neuen Beliebtheit erfreut und warum Air France in Frankreich im Austausch gegen staatliche Unterstützung nur einen kleinen Teil der Inlandsrouten einstellen wird.

© Air-France-KLM

Über den Interview-Partner

Stefan Gumuseli leitet als Deutschland-Direktor seit November 2016 das Büro von Air France-KLM in Frankfurt am Main. Davor war er als General Manager Mediterranean für die Märkte Griechenland, Israel, Türkei und Zypern zuständig.

airliners.de: KLM feiert gerade ein großes Jubiläum und dann kam die Corona-Pandemie. Ist das die schlimmste Krise in der hundertjährigen Geschichte?

Stefan Gumuseli: Absolut. Was wir gerade erleben, hat vorher wohl noch niemand in unserer Branche erlebt. Im vergangenen Oktober hatten wir noch das hundertjährige Jubiläum gefeiert und waren sehr positiv.

Wie sieht es denn aktuell aus?

KLM hat nie den Flugverkehr komplett eingestellt. Wir sind immer geflogen, allerdings deutlich weniger. In den niedrigsten Zeiten lag unser Angebot bei rund acht bis zehn Prozent unserer normalen Kapazität. Das hat sich dann aber relativ schnell wieder erholt.

In welche Richtungen gehen denn die Langstrecken gerade?

Langstreckenflüge für Passagiere finden aufgrund der aktuellen politischen Situation allerdings derzeit kaum statt. Nur Expats und Menschen mit zwei Staatsbürgerschaften fliegen derzeit noch in die USA, was normalerweise für KLM der größte Markt ist. Auch nach Südamerika ist viel weniger Nachfrage. Die Situation bei Air France ist eine andere. Hier gibt es weiterhin viele Flüge in die französischen Überseegebiete. Insgesamt sind Nachfrage und dementsprechend auch das Angebot aber gering.

Ein lukratives Standbein in der Corona-Krise ist die Fracht. Deckt die Fracht derzeit die Verluste von Passage?

Nein, das nicht. Es hat uns sicherlich geholfen. Cargo-Langstrecken boomen. Insgesamt sind die Umsätze bei der Fracht aber sehr viel kleiner, als bei der Passage. Wir hatten weniger Fracht, aber vielmehr Yields, weil es deutlich weniger Belly-Fracht gab. Ob das langfristig so geht, würde ich bezweifeln. Denn langsam kommen auch die normalen Frachtkapazitäten in den Passagiermaschinen wieder zurück.

Welche Kundengruppen reisen denn derzeit am häufigsten?

Da muss man zwischen Europa und dem Rest der Welt unterscheiden. Nehmen wir Europa. Der VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives) ist, wie auch von uns prognostiziert, am schnellsten zurückgekommen. Menschen können vieles akzeptieren, aber nicht, dass sie ihre Familie und Freunde nicht sehen können. Auch touristische Reisen sind nachgefragt. Denn wir sind alle daran gewöhnt, andere Kulturen zu sehen. Der Geschäftsreisemarkt hat sich zwar schon wieder erholt, aber ist natürlich noch nicht annähernd auf dem Vorkrisenniveau. Was sich allerdings verändert hat, ist der Zeitpunkt der Buchung. Wir verzeichnen überwiegend Last-Minute-Buchungen. Flüge, die ein bis zwei Monaten in der Zukunft liegen, sind kaum gefragt.

Der Lufthansa-Konzern bastelt seit längerem an Plänen für eine neue touristische Langstrecke. Gibt es bei Air-France-KLM ähnliche Pläne?

Diesbezüglich haben wir keine Ambitionen. Wir hatten die Marke Joon, die wir aber wieder in Air France integriert haben.

Erwarten Sie denn langfristig weniger Geschäftsreiseverkehr durch digitale Tools? Darin sind wir ja nun alle firm.

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