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DFS will Flughafen Saarbrücken aus Leipzig überwachen

Der Flughafen Saarbrücken wird der erste in Deutschland sein, den die Deutsche Flugsicherung (DFS) aus der Ferne überwacht - und zwar aus Leipzig. Zwei weitere Airports sollen folgen.

So könnte die Konsole im Remote Tower Centre aussehen. © Frequentis

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will den Flughafen Saarbrücken aus der Ferne überwachen - und zwar von Leipzig aus. Die Luftlinie zwischen den beiden Städten beträgt 450 Kilometer. Damit wäre Saarbrücken der erste Airport in Deutschland, bei dem eine Fernüberwachung angewendet wird.

Los gehen soll es ab 2017, wie die DFS jetzt mitteilt. Die Flughäfen von Erfurt und Dresden sollen folgen. Die deutsche Flugsicherung erhofft sich von der neuen Technologie "mehr Effizienz bei der Erbringung von Flugplatzkontrolldiensten und damit verbundene Kosteneinsparungen".

Panorama-Sicht dank Videokameras

Das Remote Tower Centre, von wo aus die Fernüberwachung stattfinden soll, entsteht in Leipzig. Die Arbeitsplätze der Lotsen bekommen Flugsicherungssysteme der DFS sowie ein videobasiertes Panorama-Kamerasystem. Bewegungen in der Luft und am Boden werden in der Panorama-Darstellung automatisch erfasst und hervorgehoben und lassen sich per Zoom genauer betrachten.

© dpa, Uli Deck Lesen Sie auch: Logistische Höchstleistung für sichere Flüge

Das System basiert auf einer Thermo-Infrarot- Kameratechnologie, die den Lotsen eine erweiterte Sicht auf das Rollfeld und den Nahkontrollbezirk ermöglicht - auch bei ungünstigen Wetterbedingungen und bei Dunkelheit. Die Technik stammt von der österreichischen Firma Frequentis. Im nächsten Jahr soll die Technologie für den operativen Betrieb zertifiziert werden. Auch Saab Sensis hatte an der Technik gearbeitet.

Von: airliners.de

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