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DFS lässt Drohnen rund um Flughäfen Frankfurt und München aufsteigen

Mit einer Vielzahl von Drohnenflügen in 18 Kilometern breiten Anflugkorridoren der Runways in Frankfurt und München will die Flugsicherung neue Detektionssysteme testen. Nach 125 Zwischenfällen im Vorjahr soll eine Lösung für das Problem zügig her.

Drohen vor einem anfliegenden Flugzeug © Adobe Stock Nr. 191661440

In der Umgebung der Flughäfen München und Frankfurt/Main werden in den kommenden Wochen verstärkt Drohnen aufsteigen. Die unbemannten Flugkörper gehören zu umfangreichen Versuchen der Deutschen Flugsicherung, die an den beiden Standorten jeweils drei verschiedene Systeme zur Entdeckung der Drohnen testen will. Die Detektion gilt als Grundvoraussetzung, um anschließend gefährliche Annäherungen zu Passagiermaschinen verhindern zu können.

Die bis in den Oktober laufenden Tests seien mit den zuständigen Behörden, Kommunen und der Polizei abgestimmt, teilte die Flugsicherung mit. Sie sollen die Grundlagen für die Ausschreibung eines Detektionssystems schaffen. Überwacht werden sollen die An- und Abflugkorridore bis in eine bestimmte Höhe und einer seitlichen Ausdehnung von rund 18 Kilometern. Für das Frankfurter Flughafensystem mit vier Bahnen, die teils aus verschiedenen Himmelsrichtungen angeflogen werden, ergibt sich daraus ein sehr großes Areal.

Drohnensichtungen im Nahbereich haben in der Vergangenheit immer wieder zur Einstellung des Flugbetriebs an Flughäfen geführt, mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen für Airlines und Flughafenbetreiber. Zuletzt musste wegen illegaler Drohnen der Betrieb in Frankfurt im Februar und noch einmal im März eingestellt werden. Im vergangenen Jahr hat die Flugsicherung von 125 Zwischenfällen mit Drohnen berichtet, die Flughäfen oder Verkehrsflugzeugen zu nahe gekommen waren.

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometern gehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.

Von: dk, dpa

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