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Deutschland sperrt wegen des Ukraine-Krieges ab Sonntagnachmittag seinen Luftraum für russische Maschinen. Die Regelung gilt ab 15.00 Uhr und betrifft Flüge nach Deutschland sowie Überflüge, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte.

Wie das Ministerium erklöärte, wurde in einer Notam ein Flugverbot für russische Luftfahrzeuge und Luftfahrzeugbetreiber "in dem und über dem deutschen Luftraum" verhängt. Die Sperrung hat demnach eine Gültigkeit von drei Monaten; ausgenommen sind humanitäre Hilfsflüge.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) befürworte diesen Schritt, hatte eine Sprecherin des Ministeriums bereits am Samstagabend mitgeteilt. Wissing habe die Anordnung getroffen, "alles hierfür vorzubereiten".

Mehrere EU-Staaten hatten ihre Lufträume bereits für russische Airlines geschlossen - im Gegenzug schloss Russland seinen Luftraum für Flugzeuge aus diesen Staaten. Maschinen aus Europa nach Asien nehmen oft Routen, die über russischen Luftraum führen. Andere Routen bedeuten deutliche Umwege.

EU-Beamten zufolge ist es wahrscheinlich, dass russische Maschinen künftig nirgendwo mehr in der Union landen oder starten dürfen. Ein entsprechender Vorschlag sei in Arbeit und wurde am Sonntagabend vorgestellt.

Die Lufthansa hatte am Samstag mitgeteilt, "aufgrund der aktuellen und sich abzeichnenden regulatorischen Situation" würden Flüge nach Russland zunächst ausgesetzt. Flüge, die sich im russischen Luftraum befänden, sollten diesen in Kürze wieder verlassen. "Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungsmitglieder hat für uns zu jeder Zeit oberste Priorität", erklärte das Unternehmen.

Am Sonntag wurde eine Verbindung nach Seoul umgeplant und fünf Flüge von Frankfurt und München zu russischen Zielen gestrichen.

Frachtverkehr mit Einschränkungen

Die Frachttochter Lufthansa Cargo, die in Friedenszeiten etwa sieben Russlandüberflüge pro Tag absolviert, musste zunächst für Samstag und Sonntag drei China-Flüge nach Chengdu und Hongkong streichen.

Man rechne auf den neuen Routen mit Flugzeitverlängerungen um ein bis zwei Stunden, sagte eine Sprecherin. Die Maschinen könnten wegen des höheren Kerosinbedarfs zwischen 5 und 20 Prozent weniger Fracht laden, was zu einem geringeren Platzangebot führe.

Das dürfte im ohnehin stark ausgelasteten Frachtverkehr zu weiter steigenden Preisen und möglichen neuen Engpässen in den Lieferketten führen. Die Route über Russland, das sich von der Ostsee bis zum Pazifik über elf Zeitzonen erstreckt, ist die mit Abstand kürzeste Verbindung zwischen Mitteleuropa und Fernost. Der russische Staat hat sich in der Vergangenheit den "Sibirien-Transit" mit Überfluggebühren bezahlen lassen, die nun entfallen. Auf den südlichen Alternativrouten müssen ebenfalls Überflugrechte organisiert und bezahlt werden.

Deutsche Flugzeuge schon am Samstag zurückgekehrt

Auf Flightradar war bereits am Samstag zu sehen, wie deutsche Flugzeuge, die sich im russischen Luftraum befanden, umkehrten. Nach Daten der Tracking-Website drehte ein Lufthansa-Airbus A340 auf dem Weg von Frankfurt nach Tokio über Estland um, während ein Airbus A350 der Gesellschaft von München nach Seoul über Russland seinen Kurs änderte und wieder Richtung Westen flog.

Der Tokio-Flug wurde auf der Lufthansa-Seite als "Umgeleitet" angegeben und landete demnach gegen 22.00 Uhr wieder in Frankfurt. Die Maschine, die auf dem Weg nach Seoul war, sollte in München um kurz vor Mitternacht landen. Laut Flightradar kehrte auch eine Boeing 777 der deutschen Frachtgesellschaft Aerologic über Russland um, die von Leipzig nach Tokio fliegen sollte.

Nach mehreren Staaten haben am Wochenende auch Rumänien, Finnland und Dänemark die Sperrung ihres Luftraums für russische Flugzeuge angekündigt. Die Überflugs- und Landerechte für Flugzeuge von Unternehmen mit Sitz in der Russischen Föderation würden ausgesetzt, erklärte ein Regierungssprecher am Samstag in Bukarest.

Helsinki "bereitet sich darauf vor, den Luftraum für den russischen Flugverkehr zu sperren", erklärte Verkehrsminister Timo Harraka in der Nacht zum Sonntag bei Twitter. Auch Kopenhagen werde "seinen Luftraum für russische Flugzeuge schließen", erklärte der dänische Außenminister Jeppe Kofod bei Twitter. Er werde beim Treffen der EU-Außenminister am Sonntag "auf ein EU-weites Verbot drängen".

Auch Kanada sperrt seinen Luftraum für russische Flugzeuge. "Wir werden Russland für seine unprovozierten Angriffe auf die Ukraine zur Rechenschaft ziehen", teilte Transportminister Omar Alghabra am Sonntag bei Twitter mit. Kanadas Luftraum gilt wegen seiner flächenmäßigen Größe als bedeutend und wird oft für Überflüge aus Europa in die USA benutzt.

Zuvor hatten bereits Bulgarien, Polen, Tschechien, die baltischen Staaten und Slowenien russische Flugzeuge aus ihrem Luftraum verbannt. Russland hatte im Gegenzug am Samstagabend die Sperrung seines Luftraums für baltische und slowenische Maschinen verkündet. Bulgarische, polnische und tschechische Flugzeuge hatten bereits zuvor keinen Zutritt mehr. Auch britische Flugzeuge dürfen Russland nicht mehr überfliegen, nachdem London die russische Airline Aeroflot ausgesperrt hatte.

Die niederländische KLM hatte am Samstag einen ähnlichen Schritt angekündigt und dies mit dem neuen Exportverbot von Flugzeugersatzteilen nach Russland begründet. Man könne so nicht mehr garantieren, dass Flüge nach Russland oder über russisches Territorium sicher zurückkehren könnten.

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Russland ab

Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Russland verschärft. Von Reisen dorthin wird nun abgeraten, wie das Ministerium am Sonntag mitteilte. Vor Reisen nach Südrussland in die Grenzregionen zur Ukraine wird ausdrücklich gewarnt.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Flugverkehr zwischen Russland und europäischen Ländern durch bilaterale Luftraumsperrungen und Einstellung des Flugbetriebs zunehmenden Einschränkungen ausgesetzt ist. Die Nutzung nicht-russischer Kreditkarten sei derzeit nur eingeschränkt möglich.

In Südrussland seien acht Flughäfen geschlossen worden: in Rostow, Krasnodar, Anapa, Gelendschik, Belgorod, Orel, Kursk und Woronesch. Ferner sei in den Regionen Rostow, Krasnodar, Saratow, Woronesch und Wolgograd der Notstand ausgerufen. Dies könnte zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen, hieß es auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

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