Deutsche Luftfahrtindustrie legt zu

Die Deutsche Luftfahrtindustrie verzeichnet für das Jahr 2017 ein gutes Wachstum - auch weil der weltweite Trend zum Fliegen weiter anhält. Jedes sechste Flugzeug kommt aus Hamburg.

Fachkräfte arbeiten im Airbuswerk Finkenwerder in Hamburg an Flugzeugen der A320-Familie. © dpa / Maurizio Gambarini

Die deutsche Luftfahrtindustrie ist im vergangenen Jahr gewachsen. Flugzeugbauer und Zulieferer konnten ihren Umsatz um acht Prozent auf rund 29 Milliarden Euro steigern.

Auch die Zahl der Gesamtbeschäftigten, die direkt in der Luft- und Raumfahrtindustrie arbeiten, erreichte mit rund 109.500 einen neuen Höchststand. Im Jahr 2016 lag die Zahl der Beschäftigten bei knapp 108.000. Das teilte der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) in Berlin mit.

Zivile Luftfahrt weiter größter Sektor

Mit einem Anteil von 73 Prozent am Gesamtbranchenumsatz bleibt die zivile Luftfahrt mit Abstand der größte Sektor der nationalen Luft- und Raumfahrtindustrie mit 76.500 Beschäftigten.

Treiber dieser Entwicklung ist der weltweit anhaltende Trend zum Fliegen. Nach UN-Angaben lag die Zahl der Flugreisenden 2017 bei knapp 4,1 Milliarden Passagieren, ein Plus von 7,1 Prozent. Airlines benötigen immer mehr Maschinen und tauschen zunehmend alte Modelle gegen leisere und sparsamere aus.

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1800 Flugzeuge seien im vergangenen Jahr weltweit ausgeliefert worden - in jedem steckten Teile aus Deutschland, und jedes sechste von ihnen sei bei Airbus in Hamburg endmontiert worden, berichtete der BDLI. Bei dem europäischen Flugzeugbauer reichten die Aufträge für neun Jahre, sagte Branchenpräsident Klaus Richter. "Dies sichert langfristig Arbeitsplätze."

Trendwende bei militärischem Fluggerät

Der Gesamtbranchenumsatz stieg um sechs Prozent und erreichte erstmals 40 Milliarden Euro, weil auch die Raumfahrt- und Rüstungssparten zulegten. Bei der militärischen Luftfahrt habe es im Vorjahr eine Trendwende gegeben, die der Verband nun bestätigt sieht. "Dies ist eine Folge der sich verändernden sicherheitspolitischen Lage weltweit."

Von: br, dpa

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