Deutsche Flughäfen sehen Fieberkontrollen skeptisch

An den deutschen Flughäfen sind vorerst keine Fieberkontrollen geplant, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Betreiber und Behörden sähen den Nutzen skeptisch, so die ADV.

Flughafenpersonal mit Mundschutz und Schutzkleidung misst bei einer aus Mailand kommenden Passagierin am Flughafen Debrecen die Temperatur. © dpa / Zsolt Czegledi/MTI/AP

Durch die Umsteigeströme könnten Infizierte von überall herkommen. Wegen langer Inkubationszeiten seien solche Checks bei der Einreise zudem vielfach wirkungslos.

Ferner habe ohnehin etwa jeder 20. Reisende eine erhöhte Temperatur, etwa wegen Erkältungen, Erschöpfung oder Flugangst. "Mehrere 10.000 Reisende wären somit jeden Tag verdächtig und müssten isoliert und getestet werden", hieß es. Das sei nicht leistbar und würde den Flugverkehr faktisch lahmlegen.

"Die in Deutschland geltenden Regelungen sind hingegen angemessen", betonte der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Habe ein Flugzeug einen Verdachtsfall an Bord, werde es zu einem Flughafen mit den erforderlichen medizinischen Kapazitäten umgeleitet. Das sind Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München.

Von: dpa, br

Lesen Sie jetzt
Themen
Corona-Virus Flughäfen ADV