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Flughäfen bleiben trotz Corona in Betrieb

An deutschen Airports fliegt fast nichts mehr. Dennoch bleiben die Flughäfen und Flugplätze in Betrieb. Sie gehören zur öffentlichen Daseinsvorsorge, sagen die Verbände ADV und IDRF. Liquiditätshilfen und Kostenübernahmen seien daher dringend erforderlich.

Ein Passagier steht am Berliner Flughafen Tegel vor einer Infotafel des Robert-Koch-Instituts zum neuartigen Coronavirus. © dpa / Sonja Wurtscheid

An den größeren deutschen Flughäfen gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Starts und Landungen.

In der letzten März-Woche (23.-29.3.) ist die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206 000 abgesunken, wie der Flughafenverband ADV am Donnerstag berichtete. Das entspricht noch fünf Prozent des Wertes aus dem Vorjahr.

Deutlich geringer fiel der Rückgang bei der Fracht aus, deren Volumen in der genannten Woche nur um 20,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Zur öffentlichen Daseinsvorsorge würden dennoch alle Flughäfen im Betrieb gehalten, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Dringend benötigte Krankentransporte sowie Fracht- und Rückholflüge könnten weiterhin problemlos abgewickelt werden. Beisel mahnte bei der Bundesregierung finanzielle Unterstützung an: "Ein Flughafenbetrieb ohne Einnahmen lässt sich nicht lange durchhalten. Liquiditätshilfen und Kostenübernahmen sind dringend erforderlich."

Auch die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze (IDRF) teilte mit, die Flugplätze seien besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Man halte den Betrieb für Rettungs-, Hilfs- und Polizeieinsätze aufrecht, hieß es. Viele Flugplätze würden auch für dringend erforderliche Personen- und Frachtflüge der Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft verfügbar bleiben.

Von: dh mit dpa

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