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Ryanair betreibt eine reine Boeing-737-Flotte. © AirTeamImages.com / Jorge Guardia Aguila

Die in Deutschland stationierten Crews der Ryanair-Gruppe müssen weiterhin ohne Kurzarbeitergeld aus den Kassen der Bundesagentur für Arbeit zurechtkommen. Die Ryanair-Tochter Malta Air und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) forderten am Montag gemeinsam die Arbeitsagentur Köln sowie die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter genauso zu behandeln wie die Kollegen von anderen Fluggesellschaften.

Malta Air hatte im vergangenen Jahr sowohl mit der VC als auch mit der Gewerkschaft Verdi Krisen-Vereinbarungen für die rund 1000 Piloten und Flugbegleiter geschlossen. Beide Seiten waren davon ausgegangen, dass in Deutschland Kurzarbeitergeld gezahlt wird.

Behörden bezweifeln eigenen Malta-Air-Flugbetrieb in Deutschland

Nach Berichten aus dem vergangenen Sommer bezweifeln die deutschen Behörden aber, dass Malta Air in Deutschland einen Flugbetrieb unterhält. Darum wird laut Ryanair auch vor Gericht gestritten. Die Arbeitsagentur äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorgang.

Der Ryanair-Konzern hatte auf Druck der Gewerkschaften eigens im Jahr 2019 den Flugbetrieb seiner deutschen Basen von der irischen Ryanair auf die maltesische Gesellschaft übertragen, um den Beschäftigten rechtlich den Zugang zu den deutschen Sozialkassen zu ermöglichen.

"Die Piloten der Malta Air zahlen in Deutschland volle Steuern und Sozialabgaben. Deshalb haben sie auch vollen Anspruch auf Kurzarbeitergeld und alle anderen Sozialleistungen", sagte VC-Sprecher Janis Schmitt. Dies werde auch in anderen EU-Staaten für die dort stationierten Crews anerkannt.