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Deutsche Bahn und Lufthansa bauen Partnerschaft aus

Lufthansa und die Deutsche Bahn wollen mehr Passagiere auf die Schiene bringen und bauen "Lufthansa Express Rail"-Angebot aus. Anders als in Frankreich darf die Lufthansa weiter Kurzstreckenflüge anbieten.

Fernbahnhof der Deutschen Bahn am Frankfurter Flughafen. © Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn und die Lufthansa haben angekündigt, ihre strategische Partnerschaft weiter auszubauen. Konkret werden beide Unternehmen in einem ersten Schritt ihr gemeinsames Angebot "Lufthansa Express Rail" erweitern. Damit wolle man "die nachhaltige Verkehrswende in Deutschland unterstützen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Neu ist, dass Lufthansa-Passagiere ab sofort täglich von Hannover und Leipzig vier Bahn-Verbindungen zum Frankfurter Flughafen nutzen können. Auch ab Basel steht der Zug zum Flug-Service den Unternehmen zufolge mit täglich drei Verbindungen neu zur Verfügung.

Eine Lufthansa-Sprecherin teilte auf Anfrage von airliners.de mit, dass es derzeit von Basel und Leipzig keine Zubringerflüge nach Frankfurt gebe. Während es von Hannover etwa zwei Verbindungen am Tag gebe. Ob nach der Erholung des Luftverkehrs die Strecken nach Basel, Hannover und Leipzig dauerhaft durch Züge ersetzen würden, sei derzeit noch offen, teilte der Kranich mit.

Zug zum Flug in 17 Städten verfügbar

Insgesamt können Passagiere damit jetzt von 17 Städten mit ihrer Lufthansa-Bordkarte mit der Bahn zum Frankfurter Flughafen fahren. Der Lufthansa Express Rail-Service wird von den folgende Hauptbahnhöfen angeboten: Aachen, Göttingen, Mannheim, Basel, Hannover, Nürnberg, Dortmund, Kassel-Wilhelmshöhe, Stuttgart, Düsseldorf, Karlsruhe, Würzburg, Erfurt, Köln, Ulm, Freiburg, Leipzig.

Insgesamt bieten Deutsche Bahn und Lufthansa ab den 17 Bahnhöfen mit bis zu 123 Zug-/Flugnummern Zubringer auf der Schiene vom/zum größten deutschen Flughafen und LH-Drehkreuz Frankfurt an.

Rettungspaket enthält kein Verbot von Kurzstreckenflügen

Das Rettungspaket der Bundesregierung sieht anders als in Frankreich kein Verbot von Kurzstreckenflügen vor. Frankreich stützt Air France mit mit vier Milliarden Euro. Im Gegenzug Air France darf der Flagcarrier keine Kurzstreckenflüge mehr durchführen. Damit soll Air France zur grünsten Airline der Welt werden.

Die "Allianz pro Schiene" forderte ähnliche Auflagen nach dem Vorbild Frankreichs, das Binnenflüge nur noch für Transit-Passagiere erlauben will. "Die Bundesregierung müsse die Corona-Krise als Chance begreifen, die Alternativen zum Kurzstrecken-Luftverkehr zu stärken", erklärte Geschäftsführer Dirk Flege. Kurzflüge unterhalb von vier Stunden Fahrzeit mit der Bahn müssten so weit wie möglich unterbunden werden.

Von: br mit Material von dpa

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