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DB Schenker verklagt Frachtfluglinien in den USA, © dpa
Vor dem "DB Schenker Luftfracht Europa-Hub" auf dem Flughafen Frankfurt. © dpa

Die Deutsche-Bahn-Tochter DB Schenker hat in den USA fünf Fluggesellschaften verklagt. Es handelt sich um Air France-KLM-Martinair Cargo, All Nippon Airways, Cargolux, Qantas und SAS. Zentraler Punkt in der bei einem New Yorker Gericht eingereichten Anklage: Die Gesellschaften hätten DB Schenker hohen wirtschaftlichen Schaden infolge einer Kartellbildung zugefügt. Dabei handelt es sich um Preisabsprachen bei Zuschlägen auf Treibstoff und Sicherheitsdienstleistungen im Zeitraum zwischen 1999 und 2006. Dies verstößt gegen das Wettbewerbsrecht.

Die Ermittlungen der US-Justiz waren 2008 durch eine Selbstanzeige der Lufthansa Cargo ausgelöst worden, die daraufhin die Kronzeugenregelung für sich in Anspruch nahm. Wegen des nachgewiesenen Delikts wurden zahlreiche Frachtfluglinien in den USA, Europa, Australien, Japan und anderen Ländern zu umfangreichen Strafzahlungen verurteilt. Gegen eine Reihe führender Manager verhängten die US-Gerichte sogar mehrmonatige Gefängnisstrafen, darunter Vertreter von Qantas und Cargolux. Als Geschädigte der Kartellbildung reichten zahlreiche in den USA ansässige Spediteure eine Sammelklage gegen die betroffenen Frachtfluglinien ein, die hohe Entschädigungszahlungen zur Folge hatte.

Klageschriften sind inzwischen zugestellt

DB Schenker schloss sich diesem Schritt nicht an, sondern versuchte sich mit den jetzt Beklagten außergerichtlich zu einigen. „Nach über vierjährigen Verhandlungen, innerhalb derer sich die Airlines keinen Millimeter Richtung Konsensfindung bewegt hätten, haben wir uns jetzt zur Anrufung der Justiz entschlossen“, so ein Sprecher von DB Schenker zu airliners.de. Die Klageschrift sei den betroffenen Fluglinien vom New Yorker Gericht inzwischen mit der Aufforderung zur Stellungnahme zugestellt worden, sagte er.

Über die Höhe der DB Schenker entstandenen finanziellen Schäden durch die Kartellbildung und die vom Logistiker erwarteten Kompensationszahlungen machte er keine Angaben. Einen von airliners.de genannten Betrag zwischen 400 und 600 Millionen US-Dollar wollte er nicht kommentieren. „Wir sind einer der Kernkunden dieser Airlines und wissen aufgrund der Sendungsdokumentation sehr genau, um welche Summen es hier geht“, sagte er.

© Swissport, Lesen Sie auch: Millionenbuße gegen Luftfracht-Kartell

Trotz der jetzt angestrengten Klage schloss er eine außergerichtliche Einigung mit den Beklagten nicht grundsätzlich aus. „Unsere Tür ist nach wie vor offen“, bot er eine Verhandlungslösung an. Zugleich kündigte er gerichtliche Schritte gegen jedwede Kartellbildung an, durch die der Konzern Deutsche Bahn und deren Logistiktochter DB Schenker geschädigt würden. „Ob in der Luftfracht, den Landverkehren, bei der Seefracht oder dem Bau von Schieneninfrastruktur: Haben wir klare Beweise für Preisabsprachen, werden wir ab sofort umgehend die Justiz einschalten.“ Für außergerichtliche Verhandlungslösungen, wie in den USA mit den beklagten Cargo-Airlines vier Jahre lang versucht, wäre dann der Weg verbaut.

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