Das sind die Wetlease-Partner der Lufthansa Gruppe

Lufthansa will künftig weniger auf Wet-Lease-Partner setzen. airliners.de gibt eine Übersicht über die aktuellen Leasing-Partner. Zwei Deals ist im Zuge der Corona-Pandemie bereits gekündigt worden.

EIn Regionalflugzeug vom Typ Bombardier Q400 der LGW in der Farben von Eurowings. © Eurowings

Die Lufthansa Gruppe hat angekündigt, im Zuge ihres am Dienstag vorgestellten Restrukturierungsprogramms ihre angebotenen Kapazitäten zu reduzieren. In diesem Zusammenhang will der Konzern bei allen Töchtern das Angebot von Wet-Lease-Partnern reduzieren. airliners.de gibt eine Übersicht über die verschiedenen Verträge.

Lufthansa

Lufthansa griff bislang auf verschiedene Wet-Lease-Partner zurück, die allerdings fast alle aus dem eigenen Konzern stammen. Einen aktuellen Stand der Wet-Lease-Verträge wollte ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage von airliners.de nicht kommentieren. Er teilte lediglich mit, dass der Konzern zunächst den Vertragspartner sprechen werde, bevor man sich öffentlich zu Details äußere.

So sollte im Sommer eigentlich Germanwings, die nun selbst vor dem Aus steht, die Eurowings-Basis in München übernehmen und mit insgesamt sieben Maschinen für Lufthansa unterwegs sein.

Zudem unterstützt Lufthansa Cityline die Mutter mit fünf Airbus A319 und drei Airbus A340-300. Alle Flüge der Cityline werden ausschließlich unter Lufthansa Flugnummern durchgeführt, teilte der Sprecher weiter mit. Die drei Langstrecken-Jets werden in Folge der Restrukturierung ausgemustert. Neben der Cityline führt auch die italienische Tochter Air Dolomiti Flüge unter Lufthansa-Flugnummern durch. Die italienische Tochter fliegt jedoch unter eigener Flugnummer.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Lufthansa schrumpft alle Konzern-Airlines - Germanwings-Aus beschlossen

Lufthansa setzt auch auf zwei Boeing 737 von Sunexpress. Diese sollten ab Frankfurt Flüge nach Spanien durchführen. Eine Sunexpress-Sprecherin teilte mit, dass dem Ferienflieger derzeit keine Kündigung der Vereinbarung vorliege. Man befinde sich in engem Austausch mit der Lufthansa und führe dabei natürlich auch Gespräche über die Zukunft der Wet Lease Operations.

Neben dem deutsch-türkischen Ferienflieger wollte Lufthansa auch zwei Airbus A220-300 von Air Baltic leasen. Die Maschinen sollten ab Frankfurt unter anderem nach Riga, Billund, Leipzig, Venedig, und Brüssel zum Einsatz kommen. Eine Anfrage von airliners.de über die Zukunft des Deals ließen sowohl Lufthansa als auch Air Baltic bislang unbeantwortet.

Eurowings

Eurowings setzt auf vier Wetlease-Partner. Die Langstrecken-Operations, die seit Ende Oktober 2019 beziehungsweise dem Jahreswechsel in der Verantwortung der Lufthansa liegt, wird mit vier Maschinen von Brussels und sieben Jets von Sunexpress durchgeführt. Das Segment der touristischen Langstrecke will Lufthansa im Rahmen ihres vorgestellten Restrukturierungsprogramm auch neu aufstellen.

Eurowings betreibt außerdem 15 Dash-8-400 im Wet-Lease von der Zeitfracht-Tochter LGW. Ein Zeitfracht-Sprecher teilte gegenüber unserer Redaktion mit, dass das Eurowings-Wetleasing zwar wie geplant bereits leicht runtergefahren wurde, aber noch nicht gekündigt ist. Die Flotte ist derzeit komplett am Boden.

Zudem setzt Eurowings sieben Maschinen im Wet-Leasing von Tuifly ein. Allerdings wird Tuifly vier Maschinen bis Ende Mai zurückbekommen. Die letzten vier Maschinen sollen zwischen Ende 2020 und Anfang 2021 zurückkehren, bestätigte ein Tuifly-Sprecher auf Anfrage. Dass das Wetleasing von Tuifly-Maschinen an Eurowings demnächst beendet wird, ist bereits seit längerem beschlossen.

Austrian Airlines

Austrian Airlines und Eurowings hatten im September 2019 angekündigt, dass der österreichische Flagcarrier ab dem 1. Januar vier Flugzeuge von Eurowings samt Crews im Wet-Lease betreiben werde. Dieser Deal wurde aufgrund der Corona-Pandemie gekündigt, wie ein Sprecher von Austrian Airlines auf Anfrage mitteilte. Darüber hinaus liegen keine weiteren Wet-Leasing-Vereinbarungen vor.

Swiss

Die Schweizer Lufthansa-Tochter setzt auf die Dienste der Schweizer Fluggesellschaft Helvetic Airways. Die Regional-Airline hat acht ihrer Embraer E190-Jets fest an Swiss vermietet. Helvetic teilte mit, dass die enge Zusammenarbeit auch in Zukunft fortgeführt werde. "Wir stehen auch in dieser für beide Unternehmungen herausfordernden Situation im engen Austausch mit Swiss und diskutieren gemeinsam über die weitere Entwicklung."

Brussels Airlines

Die Lufthansa-Tochter aus Belgien hatte zuletzt vier Maschinen der irischen Cityjet im Wet-Lease eingesetzt. Eine Sprecherin teilte auf Anfrage mit, "dass die durch die Coronavirus-Krise resultierenden außergewöhnlichen Umstände dazu geführt haben dass der Vertrag beendet wurde."

© AirTeamImages.com, Loredana Cioclei Lesen Sie auch: Lufthansa least im Sommer Kapazitäten von verschiedenen Airlines

Von: br

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