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Umweltschützer kritisieren Corona-Änderungen an Corsia

Nach jahrelangen Verhandlungen soll Corsia, das internationale CO2-Ausgleichssystem für den Luftverkehr, im Januar starten. Doch Anpassungen aufgrund der Corona-Krise machen das Abkommen jahrelang wirkungslos, sagen Kritiker.

Ein Flugzeug mit Kondensstreifen. © AirTeamImages.com / Alexander Mishin

Die Klimakosten für Fluggesellschaften fallen durch die sich langsame Erholung des Luftverkehrs nach der Corona-Krise in den nächsten Jahren wohl minimal aus. Zu diesem Schluss kommt eine vom europäischen Umweltdachverband Transport & Environment in Auftrag gegebene Studie. Vor allem das internationale Offset-System Corsia der UN-Luftfahrtbehörde Icao werde durch die geringen Kosten kaum einen Anreiz für Emissionseinsparungen bieten, sind sich die Umweltschützer sicher.

Ausschlaggebend dafür sei vor allem die Streichung des Corona-Jahres 2020 aus der Berechnung der sogenannten Baseline-Emissionen für Corsia. Ein Beschluss, auf den sich die Icao-Mitgliedsländer in diesem Sommer einigten und der zur Folge hat, dass die Airlines künftig sämtliche CO2-Emissionen, die über den Ausstoß von 2019 hinausgehen, durch den Kauf von Kompensations-Zertifikaten ausgleichen müssen.

Von: dk

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