airliners.de Logo

Coronavirus bedroht Boeing-Produktion

Das Coronavirus ist bei Boeing angekommen, elf Mitarbeiter sollen positiv getestet worden sein. Jetzt dringt der US-Flugzeugbauer Medienberichten zufolge auf kurzfristige staatliche Finanzhilfen.

USA, Renton: Mitarbeiter von Boeing verlassen eine Fabrik. © dpa / Ted S. Warren/AP

Die Probleme des US-Luftfahrtriesen Boeing nehmen laut US-Medien weiter zu. Aufgrund von Mitarbeitern, die mit dem Coronavirus infiziert seien, müssten die Gesundheitsbehörden nun über die weitere Produktion des Flugzeugbauers entscheiden, berichtete das "Wall Street Journal".

Laut einem internen Memo, auf das sich das Blatt bezieht, hatte der Konzern bis Sonntag elf positiv auf den Virus getestete Beschäftigte und 339, die wegen des Verdachts auf Infizierung in Quarantäne seien. Weitere 87 seien in Quarantäne gewesen, aber schon wieder zur Arbeit zurückgekehrt.

Der Finanzdienst "Bloomberg" berichtete unter Berufung auf Insider, dass Boeing bei der US-Regierung auf kurzfristige Finanzhilfen für sich selbst sowie für Zulieferer und Fluggesellschaften dränge. Der Airbus-Rivale versuche, Entlassungen und Schäden für Hunderte von kleineren Firmen in der Fertigungskette zu vermeiden.

© AirTeamImages.com, Bastian Ding Lesen Sie auch: Ein Jahr Flugverbot für Boeings Krisen-Jet 737 Max Hintergrund

Boeing wollte sich zu beiden Berichten auf Nachfrage nicht äußern. An der Börse geriet das Unternehmen am Montag mit einem Kurssturz um 24 Prozent massiv unter Druck. Der Konzern steht wegen seines nach zwei Abstürzen binnen kurzer Zeit weltweit mit Flugverboten belegten Verkaufsschlagers 737 Max ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand.

Von: dpa

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Rahmenbedingungen Politik Management Kapitalmarkt Wirtschaft Technik Industrie Boeing Produktion Personal Corona-Virus