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Corona-Virus: Sparprogramme und Flugstreichungen bei Easyjet und IAG

Wie zuvor bereits Lufthansa und KLM hat nun auch Easyjet wegen dem Corona-Virus ein Sparprogramm aufgelegt. Und die British-Airways-Mutter IAG streicht Flüge und will nach einem Milliardengewinn im letzten Jahr für 2020 keine Prognosen mehr abgeben.

Leitwerke der IAG-Fluggesellschaften Aer Lingus, British Airways, Iberia, Vueling © British Airways

So würden unternehmensweit Einstellungen und Beförderungen zurückgestellt sowie nachrangige Projekte und Ausgaben verschoben, teilte das Unternehmen in Luton mit. Mitarbeitern werde unbezahlter Urlaub angeboten. Kosten sollen auch in der Verwaltung gespart werden, Prämien werden gestrichen.

Auch Easyjet hat sein Flugprogramm nach Italien wegen der schwachen Nachfrage zusammengestrichen. Nach dem vermehrten Auftreten von COVID-19-Fällen in Norditalien habe man einen deutlichen Rückgang der Nachfrage wie auch der Auslastung zu und von den norditalienischen Standorten festgestellt, teilte die Airline mit. Es sei allerdings zu früh, die Auswirkungen des Covid-19-Ausbruchs auf das Jahresergebnis einzuschätzen.

IAG rechnet für 2020 mit leichtem Rückgang des Flugangebots

Die rapide Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat immer stärkere Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Die British-Airways-Mutter IAG kündigte am Freitag weitere Flugstreichungen nach Hongkong und Südkorea an. Auch auf Routen nach Italien werden weiterhin Flüge abgesagt. Allgemein berichtete IAG-Chef Willie Walsh von einer schwächeren Nachfrage bei Geschäftsflügen, da Messen abgesagt würden und Firmen striktere Reiseregeln verhängten.

Wegen der Unsicherheiten traut sich der Mutterkonzern der Airlines British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level derzeit keine Gewinnprognose für 2020 zu. Aus heutiger Sicht werde das Flugangebot im laufenden Geschäftsjahr um ein bis zwei Prozent geringer ausfallen als geplant, sagte Walsh. Der Konzern sei dank seiner starken Bilanz und gut gefüllter Kassen aber gut gerüstet, um der schwachen Nachfrage zu trotzen.

Im abgelaufenen Jahr steigerte IAG den Umsatz um fünf Prozent auf 25,5 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn ging um sechs Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich fiel der Überschuss allerdings um mehr als 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, nachdem er 2018 durch einen Sondereffekt außergewöhnlich stark gestiegen war.

Von: dk, dpa

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