Personal & Karriere Corona-Stellenabbau, Corona-Angebote, Corona-Forderungen

Personalmanagement-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit coronabedingtem Stellenabbau bei Flughäfen und Fluggesellschaften sowie Angeboten und Forderungen zum Joberhalt.

Ryanair-Check-In am Flughafen Palma de Mallorca. © dpa / Clara Margais
Ryanair-Check-In am Flughafen Palma de Mallorca. © dpa / Clara Margais

Jour fixe auf airliners.de: Immer sonntags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Human Resources, Beruf und Karriere. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Stellenabbau bei Fluggesellschaften und Flughäfen

Ryanair plant wegen der Corona-Krise den Abbau von bis zu 3000 Stellen bei den Piloten und dem Kabinenpersonal. Zudem sollen die meisten Flüge bis Ende Juni gestrichen werden, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Weiterlesen

Boeing gibt Anleihen im Wert von 25 Milliarde US-Dollar aus und verzichtet auf Staatshilfen. Im Gegenzug ist nun der Weg frei für Massenentlassungen. Der Flugzeugbauer ist geschwächt in die Krise gestolpert. Weiterlesen

Icelandair streicht rund 2000 Stellen. Damit reagiere man auf die ernsthafte Situation, die durch die Pandemie für die Flug- und Tourismusbranche entstanden sei, teilte die Airline mit. Der Großteil der verbleibenden Mitarbeiter soll demnach in Teilzeit weiterbeschäftigt werden, die Gehälter von Vollzeitkräften werden gekürzt.

SAS will in der Corona-Krise fast die Hälfte ihrer Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben mit einer anhaltenden Schwächung des Luftverkehrs und kündigte deshalb an, sich von 5000 Angestellten zu trennen. Weiterlesen

Die IAG-Fluggesellschaften haben im ersten Quartal über eine halbe Milliarde Euro Verlust eingeflogen. Im Zuge der Corona-Krise sollen nun bis zu 12.000 Stellen wegfallen, teilte die Airline-Gruppe um British Airways und Iberia mit. Weiterlesen

Die Nachrichtenagentur "Reuters" meldet, dass British Airways aufgrund der Corona-Pandemie plant etwa 800 seiner 4500 Pilotenjobs abzubauen. Zudem soll der britische Flagcarrier mit Gewerkschaften über den Abbau von Kabinen- und Bodenpersonal gesprochen haben.

Airbus hat für rund 3200 Mitarbeiter im walisischen Broughton das britische Modell der Lohnfortzahlung beantragt, schreibt "Reuters". Die betroffenen Beschäftigten erhalten dabei rund 80 Prozent ihres Lohns bis zu einer Obergrenze 2500 Pfund. Airbus hatte gestern mitgeteilt, dass die Corona-Krise existenzbedrohend sei und harte Einschnitte angekündigt.

In einem Brief an die Mitarbeiter hat Airbus-Chef Guillaume Faury davor gewarnt, dass der Konzern durch die Corona-Pandemie in seiner Existenz bedroht sei und brachte auch einen Stellenabbau ins Spiel. Airbus hat die Produktionsraten um ein Drittel heruntergefahren. Weiterlesen

Der Flughafen Düsseldorf erwartet aufgrund der Corona-Krise nachhaltig weniger Verkehr. Jetzt sieht sich der Betreiber gezwungen, Arbeitsplätze abzubauen. Laut Verdi sind 600 der rund 2300 Jobs betroffen. Weiterlesen

Die Lufthansa-Piloten bieten dem Management freiwillig an, auf fast die Hälfte ihres Gehalts zu verzichten. Im Gegenzug soll der Konzern die Pläne zur Insolvenz in Eigenverwaltung auf Eis legen. Die Piloten fürchten um Altersvorsorge und Tarifverträge. Weiterlesen

© dpa, Christian Charisius Lesen Sie auch: Zum Tag der Arbeit(geber) Gedankenflug

Lufthansa und zwei der wichtigsten Gewerkschaften veröffentlichen einen Appell an die Regierung, dass man zusammen für so viele Arbeitsplätze wie möglich kämpfe. Im Gegenzug für Staatshilfen soll der Bund zwei Sitze im Aufsichtsrat des Konzerns verlangt haben. Weiterlesen

Der Gewerkschaftsverbund "European Cockpit Association" (ECA) fordert, Staatshilfen für Fluggesellschaften an faire Beschäftigungsbedingungen im Cockpit zu knüpfen. Scheinselbstständigkeit, Zeitarbeit und Modelle wie "no flight=no pay" würden in der Corona-Krise zum großen Problem für die Piloten, derartige Praktiken dürften nicht mit europäischen Steuergeldern unterstützt werden.

Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans will Boni- und Dividendenzahlungen aussetzen, wenn Unternehmen in der Corona-Krise Staatshilfen beantragen. Schon bei Kurzarbeitergeld soll die Dividende entfallen. Weiterlesen

© Adobe Stock, Datei-Nr.: 174411706 Lesen Sie auch: Corona-Einschränkungen treffen Flughafen-Dienstleister ins Mark Hintergrund

Der Flughafen Stuttgart stockt das Kurzarbeitergeld der Groundhandling-Tochter S.Ground auf. Laut einer Verdi-Meldung erhalten die rund 350 Beschäftigten für die Monate April bis Juni mindestens ein auf 80 Prozent aufgestocktes Kurzarbeitergeld.

© DRA

Der deutsche Flugzeughersteller DRA und die Schwesterfirma 328 Support Services haben Martin Nüsseler zum gemeinsamen Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Laut Mitteilung ist Nüsseler nun für die Produktstrategie, die Technologie-Roadmap und für die Aufsicht der technischen Entwicklungsteams verantwortlich. Nüsseler kommt von Airbus.

Der Flughafen Wien hat aus Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen eine Schutzmaskenpflicht für den gesamten Terminalbereich eingeführt. Laut Mitteilung werden zudem alle Check-in-, Boarding- und Informationsschalter mit Plexiglas-Schutz ausgestattet.

Die geplante Berufung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr in den Aufsichtsrat des Rückversicherers Munich Re stößt auf Widerstand. Die Annahme eines Aufsichtsratsmandats sei unverantwortlich in einer Zeit, in der Lufthansa die volle Aufmerksamkeit Spohrs brauche, sagte Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, einem der wichtigsten Investoren der Munich Re vor deren Hauptversammlung in dieser Woche.

Von: airliners.de

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