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Netz & Strecken Corona-Rückholflüge, Sommerflugplan ohne Flüge, leere Flughäfen

Das wöchentliche airliners.de-Netzwerk-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit dem Start eines Sommerflugplans fast ohne Flüge, dem Status der Touristen-Rückholer und den Rumpf-Flugplänen der Fluggesellschaften.

Sunexpress ist eine Airline, die Touristen in der Corona-Krise nach hause holt. © Sunexpress

Jour fixe auf airliners.de: Immer donnerstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Netzwerkmanagement und Routenplanung. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Corona-Flugpläne

Nach der Corona-Abschottung in weiten Teilen der Welt halten Airlines ihre Flotten am Boden. Dennoch gibt es weiterhin Flüge. Eine Momentaufnahme zu den noch verbliebenen Verbindungen an ausgewählten deutschen Flughäfen. Weiterlesen

Der Lufthansa-Konzern will in der Corona-Krise ein Basisprogramm aufrecht halten. Wichtig innerdeutsche Verbindungen sowie zu ausgewählten Metropolen sollen die Grundversorgung sichern. Ein Überblick. Weiterlesen

© Eurowings, Lesen Sie auch: Diese Flüge gibt es noch in der Lufthansa Group

Air France hat einen Rumpf-Flugplan für die Corona-Krisenzeit veröffentlicht. In Deutschland steht ein auf je zwei wöchentliche Umläufe reduziertes Programm von Paris nach Berlin, Frankfurt und München im Plan. In die Schweiz geht es mit Zürich sechsmal wöchentlich.

KLM wird auch in Corona-Zeiten weiter nach Deutschland fliegen. Wie aus Flugplandaten hervorgeht, gibt es weiterhin Flüge zwischen Amsterdam und Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. Auch nach Wien und Zürich fliegt KLM täglich.

Ryanair hat mitgeteilt, welche Strecken die Billigairline auch während Corona weiterhin befliegen wird. Demnach bleibt Berlin-Schönefeld bis Anfang April sowohl ab Dublin als auch von London-Stansted aus fünfmal pro Woche im Flugplan. Allerdings will die Airline das Angebot ständig evaluieren.

Um Kosten zu sparen hat Easyjet entschieden, sämtliche Flüge einzustellen. Wann wieder geflogen wird, ist offen. Gespräche mit Kapitalgebern sollen laufen, aber die starke Bilanz macht die Airline zuversichtlich. Weiterlesen

Um in Corona-Zeiten Liquidität zu sichern, eröffnet Tuifly schon jetzt den Sommerflugplan für das kommende Jahr für Buchungen. Damit könnten Kunden schon heute Urlaube langfristig umbuchen, teilte das Unternehmen mit. Das Angebot liegt etwas unter dem für 2020 geplanten Sommer. Weiterlesen

Etwas früher als normal hat derweil Sunexpress ihren Flugplan für den Winter 20/21 zur Buchung freigegeben. Man ermögliche damit nicht nur Neubuchungen bis ins nächste Jahr hinein, teilte die Airline mit. Gleichzeitig könnten Passagiere bestehende Buchungen in Zeiten von Corona für eine Reise bis zum 27. März 2021 umbuchen.

© Sunexpress, Lesen Sie auch: "Man muss auf alles vorbereitet sein" Interview

Auch während der Corona-Zeit fliegt Icelandair weiterhin alle Deutschland-Destinationen an. Das teilte die Fluggesellschaft jetzt mit. Demnach gibt es weiterhin täglich Flüge von Reykjavik nach Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Auch Zürich steht weiter im Flugplan.

Die spanische Vueling hat ihren Corona-Basisflugplan bis Ende April in die Buchungssysteme geladen. Laut OAG fliegt die Airline weiterhin zweimal wöchentlich zwischen Barcelona und München. Zürich steht einmal wöchentlich im Programm.

Qatar Airways hat bekräftigt, ihren Deutschland-Flugplan in der Corona-Krise weiterhin aufrecht zu halten. Demnach verbindet die Airline ihr Drehkreuz in Doha bis zu dreimal täglich mit Frankfurt (Airbus A350-900 und Boeing 777-300ER), einmal täglich mit München (Boeing 777-300ER) sowie viermal pro Woche mit Berlin (Airbus A350-1000).

Nachdem South African Airways bereits die Unterbrechung des internationalen Verkehrs angekündigt hat, streicht die Airline nun sämtliche Flüge bis zum 31. Mai. Man reagiere damit auf die Reiseverbote und die Ausrufung des Gesundheitsnotstands in Südafrika.

Mit einem reduzierten Flugplan hält Air Canada eine Verbindung nach Deutschland aufrecht. Einmal pro Woche geht es trotz Corona von Toronto und Montreal nach Frankfurt. Das geht aus Flugplandaten hervor.

Rückholer-Flüge fast abgearbeitet

160.000 Deutsche hat das Auswärtige Amt zusammen mit Reiseveranstaltern und Airlines in der Corona-Krise bereits aus dem Ausland zurückgeholt - vor allem aus den großen Ferienhochburgen. Bei den restlichen Gestrandeten wird die Aufgabe ungleich schwerer. Weiterlesen

So hat jetz beispielsweise in Pakistan die Rückholaktion begonnen. Ein erster Flug mit mehr als 250 Passagieren startete am Dienstag vom Flughafen der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zurück nach Deutschland, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die pakistanischen Behörden hätten sich trotz der landesweiten Ausgangssperre "sehr kooperativ" gezeigt.

Für eine große Gruppe an Touristen in Südafrika zeichnet sich ebenfalls eine schnelle Lösung ab, aber Neuseeland darf derzeit nicht angeflogen werden. Weiterlesen

Flughäfen und Corona

Die EU-Mitgliedstaaten haben der Aussetzung der Slot-Regeln im Luftverkehr endgültig zugestimmt. Demnach gilt die Ausnahme rückwirkend ab dem 23. Januar und bis zum 24. Oktober, wie der EU-Rat mitteilte. Sie soll verhindern, dass Fluggesellschaften wegen der Corona-Krise ohne Passagiere fliegen, um ihre Start- und Landerechte nicht zu verlieren.

Mit zum Teil drastischen Einschränkungen reagieren die Flughäfen im deutschsprachigen Raum auf die Flugausfälle in der Corona-Krise. Die Maßnahmen gehen von Kurzarbeit bis hin zur Einstellung der Passagierabfertigung. Weiterlesen

© dpa, Rick Bowmer/AP Lesen Sie auch: So reagieren die Flughäfen auf den Corona-Stillstand

Der Betrieb des Flughafens in Frankfurt lohnt sich derzeit wegen der Corona-Flugausfälle nicht. Nun fordert der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte einen Ausgleich für die "Grundversorgung im Interesse Deutschlands" in Krisenzeiten. Weiterlesen

In der 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März) ist die Passagierzahl am Frankfurter Flughafen im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent auf knapp 119.000 gesunken, teilte Betreiber Fraport mit. Das waren noch mal deutlich weniger als die 331.000 in der Vorwoche. Die Zahl der Flugbewegungen sank aufgrund der Corona-Krise auf 1836.

Infolge der Corona-Pandemie ist der Verkehr auch auf dem Flughafen München eingebrochen. In dieser Woche erreiche die Zahl der Starts und Landungen "nicht einmal mehr zehn Prozent des Vorjahresniveaus - das Passagieraufkommen liegt bei rund fünf Prozent", teilte der zweitgrößte Airport Deutschlands mit.

© dpa, Sebastian Gollnow Lesen Sie auch: Flughafen Stuttgart sieht sich dank Rekordergebnis für Corona gewappnet

Im Sommerflugplan am Flughafen Nürnberg fehlen auch ohne Corona die Ziele London, Rom, Kopenhagen und Bukarest. Schon vor Ausbruch der Krise war klar, dass die Verbindungen wegfallen, schreibt "Nordbayern.de".

Wegen der Corona-Krise wird der Flughafen Memmingen vom 5. April an für zwei Wochen für den regulären Flugverkehr geschlossen. In dieser Zeit könnten nur noch vorher angemeldete Linienflüge, Rettungsflüge oder Flüge mit Privatjets starten und landen, so die Betreiber.

Die Bezirksregierung in Münster hat am Freitag einen Antrag des Flughafens in Dortmund zur befristeten Befreiung von der Betriebspflicht im Zuge der Corona-Krise genehmigt. Im April können Flugzeuge nur noch nach vorheriger Anmeldung starten und Landen, teilte der Flughafen mit.

Nachdem auch Danish Air Transport die Flüge nach Berlin eingestellt hat, finden am Flughafen von Saarbrücken im April aufgrund der Corona-Krise keine Linienflüge mehr statt. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung".

Der zweitgrößte Pariser Flughafen Orly ist seit Mittwoch für Reisende geschlossen. In der Corona-Krise waren die Passagierzahlen um mehr als 90 Prozent eingebrochen. Der größte Pariser Flughafen Charles de Gaulle bleibt dagegen für den nationalen und internationalen Verkehr geöffnet. Weiterlesen

Während der Corona-Krise hat Istanbul der Flughafen Sabiha Gökcen geschlossen. Das berichtet "Hürriyet". Nachdem zuvor bereits die internationalen Flüge gestrichen wurden, ruht der Betrieb bereits seit dem 27. März demnach komplett.

Der Flughafen Salzburg ist ab 30. März nur noch sechs Stunden täglich geöffnet. Am ersten April-Wochenende wird dann wahrscheinlich komplett auf Stand-by umgestellt, teilte der zweitgrößte Airport Österreichs mit. Der Airport bleibt aber für Einsatz- und Rettungshubschrauber unverändert offen.

Reisebeschränkungen

Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen außerdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden. Weiterlesen

Litauen setzt im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus den internationalen Personenverkehr aus. Die Regierung in Vilnius untersagte nun unter anderem den Flugverkehr.

Flüge aus dem Iran nach Deutschland sind ab sofort nicht mehr erlaubt. "Wir legen uns in Deutschland in der Epidemie scharfe Beschränkungen auf, da können wir Flüge aus diesem Hochrisikogebiet nicht zulassen", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Von: airliners.de

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