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Corona-Pandemie stürzt Fraport tief in die Verlustzone

Der Einbruch des Passagierverkehrs in der Corona-Krise und der geplante Stellenabbau haben den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im Sommer noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als befürchtet.

Eine Frau, die einen Mundschutz trägt, steht im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens in der Abflughalle vor einer Anzeigetafel © dpa / Arne Dedert

Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Verlust von 304 Millionen Euro nach einem Gewinn von 222 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Damit verfehlte Fraport die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Allein die Aufwendungen für den geplanten Abbau tausender Arbeitsplätze belasteten das Unternehmen mit 280 Millionen Euro.

Fraport-Chef Stefan Schulte zeichnete für das laufende und das kommende Jahr ein düsteres Bild. So werde die Zahl der Fluggäste 2020 am Frankfurter Flughafen mit 18 bis 19 Millionen voraussichtlich mehr als 70 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Für 2021 geht er von nur 35 bis 45 Prozent des Passagieraufkommens von 2019 aus.

"Wir rechnen frühestens im kommenden Sommerflugplan mit einer Erholung. Entsprechend stellen wir unser Unternehmen deutlich schlanker und effizienter auf, um die Kostenbasis nachhaltig zu senken", so Schulte in einer Unternehmensmeldung. Fraport plant für das kommende Jahr in Frankfurt mit etwa 35 bis 45 Prozent des Passagieraufkommens von 2019.

4000 Stellen sollen abgebaut werden

Durch den Abbau von bis zu 4000 Arbeitsplätzen überwiegend bis Ende 2021 werden die Personalkosten um 250 Millionen Euro jährlich verringert. Dies soll laut Fraport so sozialverträglich wie möglich geschehen.

Im Rahmen eines Freiwilligenprogramms werden rund 1.600 Beschäftigte das Unternehmen durch Abfindungen, Altersteilzeit und weitere Maßnahmen verlassen. Im laufenden Jahr wurden über Fluktuation und auslaufende Zeitverträge bereits rund 1.300 Stellen abgebaut.

© Fraport, Lesen Sie auch: Fraport bestätigt Start von Terminal 3 für "frühestens 2025"

Gleichzeitug werden auch die Sachkosten und Investitionen deutlich reduziert. So hat Fraport kürzlich mitgeteilt, dass Terminal 3 erst zum Sommerflugplan 2025 in Betrieb genommen wird.

Von: dpa, br

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