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Airbus A350-900 XWB im Flug © Airbus / P. Pigeyre

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat für das Pandemie-Jahr 2020 ein Milliardenminus verbucht, den Verlust im Vergleich zum Vorjahr aber geschmälert. Wie Airbus am Donnerstag mitteilte, betrug der Verlust im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro. Der Umsatz ging im Pandemie-Jahr um 29 Prozent auf 49,9 Milliarden Euro zurück.

Angesicht des in der Corona-Krise in weiten Teilen zusammengebrochenen Luftfahrtsektors unterstreiche dies die "Widerstandsfähigkeit" des Konzerns, erklärte Airbus-Chef Guillaume Faury.

2019 hatte der Flugzeugbauer mit einem Verlust von knapp 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Negativ auf die Bilanz wirkten sich damals Rückstellungen für Strafzahlungen wegen Korruptionsvorwürfen sowie verschlechterte Exporterwartungen für das Transportflugzeug A400M aus.

383 Neubestellungen

Im Gesamtjahr holte Airbus neue Bestellungen über 383 Maschinen herein - vor allem vor dem Ausbruch der Pandemie. Im Gegenzug kassierte der Konzern 115 Stornierungen. Davon stammten 66 aus dem ersten Quartal und hatten nach früheren Angaben des Herstellers noch nichts mit der Corona-Krise zu tun.

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Gegen Jahresende kamen allerdings noch eine Reihe von Abbestellungen hinzu. Einige davon stammten von der asiatischen Fluggesellschaft AirAsia-X, wie Airbus-Verkaufschef Christian Scherer bestätigte. Er nannte jedoch keine Details. AirAsia-X ist der Langstrecken-Ableger der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia und hatte 78 Exemplare des Großraumjets A330 Neo bestellt. Das Unternehmen kämpft wegen des Geschäftseinbruchs in der Corona-Krise ums Überleben.

Ende Juni hatte Airbus angekündigt, wegen der Corona-Krise weltweit 15.000 der insgesamt rund 134.000 Stellen abzubauen, darunter rund 5100 in Deutschland und 5000 in Frankreich.

"Was für ein Jahr", sagte Faury. "Ich bin froh, dass das nun hinter uns liegt." Am Ende schnitt Airbus im Corona-Jahr 2020 zwar besser ab als von Analysten befürchtet. Doch für 2021 hatten Experten mit einer mutigeren Prognose gerechnet. So peilt Airbus-Chef Faury für 2021 die Auslieferung von mindestens ähnlich vielen Flugzeugen wie im Vorjahr an. Da hatte der Hersteller 566 Maschinen an seine Kunden übergeben, nachdem es im Rekordjahr 2019 noch 863 gewesen waren.

Zugleich soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten im laufenden Jahr auf mindestens 2 Milliarden Euro steigen. "Es ist sehr schwer eine Prognose abzugeben, aber wir wollten es tun", erklärte Faury. Allerdings wollte der 52-jährige Franzose auch nicht zu viel versprechen. "Im Jahr 2021 bleiben viele Unsicherheiten." So werde der Markt für Verkehrsflugzeuge erst in den Jahren 2023 bis 2025 wieder auf das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Krise zurückkehren.