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Ankommende Passagiere an einem Flughafen. © dpa / Alejandro Martínez Vélez

Die Corona-Pandemie hat den deutschen Luftverkehr weiter fest im Griff. So führten Airlines in der Referenzwoche (2. bis 8. Juni) im Schnitt rund 2500 tägliche Flüge von und nach Deutschland durch, was einem Rückgang von knapp 60 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 entspricht.

Das geht aus dem aktuellen Eurocontrol-Bericht zum Luftfahrtstandort Deutschland hervor. Ingesamt konnten seit Beginn der Pandemie rund 1,7 Millionen Flüge von und nach Deutschland nicht durchgeführt werden.

Dank des steigenden Impffortschritts - mittlerweile sind knapp 20 Millionen Bundesbürger vollständig geimpft - nimmt die Zahl der durchgeführten Flüge stetig zu. Die Anzahl der Flüge verläuft dabei parallel zu den monatlichen Referenzzahlen von 2019. Allerdings auf noch niedrigerem Niveau.

Verkehr in Deutschland von März 2020 bis Juni 2021. © Eurocontrol

Eurocontrol hat drei Szenarien zu einer möglichen Erholung des Luftverkehres in Deutschland entwickelt, jeweils in Abhängigkeit des Impffortschritts. Im besten Fall würden die meisten Bürger noch in diesem Jahr geimpft. Dann wäre der Flugverkehr 2024 auf dem Niveau von 2019. Würde das Impfprogramm erst im kommenden Jahr abgeschlossen, prognostiziert Eurocontrol eine Erholung bis 2025. Ohne schnelle Impfkampagne sei zu erwarten, dass das Verkehrsniveau 2024 noch immer bei nur rund 68 Prozent liege.

Lufthansa bleibt größte Airline

Derzeit führt Lufthansa den Eurocontrol-Zahlen mit über 500 Flügen die meisten Flüge von und nach Deutschland durch, vor Konzerntochter Eurowings mit knapp 159 Flugbewegungen und vor der irischen Konkurrenz. Ryanair kommt auf 120 Flüge. Alle drei Airlines boten dabei in der Eurocontrol-Referenzwoche im Schnitt rund 70 Prozent weniger Flüge an als vor der Pandemie.

Immerhin 14 Prozent mehr Flüge kann derweil DHL Express im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten durchführen. Die Fracht-Airline kommt auf 113 Flüge und sichert sich damit dem vierten Platz im deutschen Luftverkehr. Tuifly folgt auf dem fünften Platz.

Da der internationale Luftverkehr weiterhin durch Corona-Einreisebeschränkungen stark in Mitleidenschaft gezogen ist, findet Luftverkehr derzeit vor allem innerdeutsch statt. Knapp 400 Flüge gab es in der Referenzwoche. Die vier wichtigen Auslandsmärkte waren Verbindungen nach Spanien (343), Italien (171), in die Türkei (137) und nach Griechenland.

Dabei mag es kaum überraschen, dass der Frankfurter Flughafen mit 641 Flugbewegungen weiter das größte Flugaufkommen verzeichnet. Das Minus zu 2019 liegt hier bei 58 Prozent. Mit 352 Flugbewegungen belegt das zweite deutsche Lufthansa-Drehkreuz in München den zweiten Patz. Das Minus im Erdinger Moos fällt aber mit rund 71 Prozent deutlich größer aus als in Frankfurt.

Platz drei sichert unter den Flughäfen sich der Köln/Bonner Flughafen mit 213 Flügen - vor dem neuen Hauptstadtflughafen BER mit 200 Flugbewegungen im Referenzzeitraum. Den fünften Platz belegt das Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle mit 195 Flügen.

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