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Landung einer Easyjet-Maschine. Im Hintergrund der neue Flughafen BER. © dpa / Patrick Pleul

Der Hauptstadtflughafen BER ist auch ein halbes Jahr nach seiner Eröffnung bei Weitem nicht ausgelastet. Im April wurden 265.000 Fluggäste im neuen Terminal gezählt, wie die Betreiber am Dienstag mitteilten. Das waren zwar 44.000 mehr als im März. Vor der Corona-Krise waren im April 2019 an den damals zwei Flughäfen Tegel und Schönefeld noch 3,1 Millionen Passagiere gezählt worden.

Im vergangenen Monat gab es am BER rund 4200 Flugbewegungen, im April des Vorjahres waren es nur 1115 in Schönefeld und Tegel. Im April 2019 starteten und landeten noch rund 23.700 Maschinen an den beiden damaligen Flughäfen. Hingegen ist der Rückgang bei der Luftfracht im Vergleich zum Vorkrisenmonat 2019 deutlich geringer: Am BER wurden im April 2021 insgesamt rund 2200 Tonnen Güter umgeschlagen, das sind nur etwa 300 Tonnen weniger als im April 2019.

Ostererwartungen nicht erfüllt

Die Erwartungen der Luftverkehrsbranche an den Osterreiseverkehr hätten sich nicht erfüllt, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg mit. Die Zahl der Flüge liegt bei etwa einem Sechstel des Vorkrisen-Niveaus.

Der neue Flughafen war Ende Oktober eröffnet worden. "In unserer Prognose für das Jahr 2021 gehen wir von 10,7 Millionen Passagieren aus", sagte Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup. "Diese Zahl ist nur zu erreichen, wenn die Impfstrategie greift, Reisebeschränkungen aufgehoben oder gelockert werden und dadurch der Reiseverkehr im Sommer wieder anzieht."

2019 waren noch rund 36 Millionen Menschen von Tegel und Schönefeld geflogen.