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Flugzeuge der A320-Familie in der Endfertigungslinie bei Airbus in Hamburg. © Airbus

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Rund zwei Monate nach einer mehrwöchigen Corona-Zwangspause sind bei Airbus in Hamburg erneut mehrere Covid-19-Erkrankungen gemeldet worden. "Es handelt sich um eine niedrige zweistellige Anzahl von Fällen. Vier Personen mit Wohnort in Hamburg sind betroffen", sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag der dpa. Zuvor hatten regionale Medien berichtet.

Aufgefallen war der Ausbruch, weil sich mehrere Infizierte bei der eigens eingerichteten Corona-Hotline von Airbus gemeldet hatten, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Daraufhin wurde ein Massentest für rund 500 Mitarbeiter in der betroffenen Produktionshalle angesetzt - der brachte weitere Fälle zum Vorschein.

"Die betroffenen Personen und Kontaktpersonen sind weitreichend in Quarantäne versetzt. Die Arbeit war schon zuvor in Kohorten organisiert", hieß es aus der Gesundheitsbehörde dazu. Es gebe bislang keine Erkenntnisse über Auffälligkeiten oder Verstöße gegen die bestehenden Corona-Regeln.

Auf die Produktion haben die Corona-Fälle zunächst kaum Einfluss, wie ein Airbus-Sprecher sagte. "Die Auswirkungen auf die Produktion sind generell gering sowie beherrschbar."

Im Januar hatte ein Ausbruch mit mindestens 21 Fällen die Endmontagelinie für A320-Flugzeuge in Hamburg-Finkenwerder für mehrere Wochen lahm gelegt. In sieben Fällen war damals die infektiösere britische Mutation festgestellt worden. 500 Beschäftigte wurden daraufhin in Quarantäne oder häusliche Isolation geschickt, die Produktion an der vierten Montagelinie eingestellt. Mit mehr als 12.000 Beschäftigten ist Airbus der größte industrielle Arbeitgeber Hamburgs.