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Corona beschert British-Airways-Mutter IAG Milliardenverlust

Der Zusammenbruch des Luftverkehrs in der Corona-Krise hat auch der British-Airways-Mutter IAG im zweiten Quartal einen Milliardenverlust eingebrockt. Mit Einsparungen und einer Kapitalerhöhung will der Konzern die Krise meistern.

Eine Boeing 747 von British Airways parkte auf dem Flughafen Bournemouth © dpa / Andrew Matthews/PA Wire

Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,1 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 736 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Mutterkonzern der

Fluggesellschaften British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level am Freitag in London mitteilte. Nachdem der Umsatz um 89 Prozent auf 741 Millionen Euro einbrach, zogen Abschreibungen auf ältere Flugzeuge und Zubehör in Höhe von mehr als 700 Millionen Euro das Ergebnis zusätzlich in den Keller.

British Airways legt 747-Flotte still

So hat British Airways alle ihre 32 Jumbo-Jets vom Typ Boeing 747 mit sofortiger Wirkung stillgelegt, und Iberia verabschiedet sich von ihren 15 Airbus A340. Die großen vierstrahligen Jets galten ohnehin als kaum rentabel. Weil sich der Flugverkehr auf der Langstrecke noch langsamer erholen dürfte als im Europaverkehr, sieht IAG-Chef Willie Walsh keinen Sinn darin, die Maschinen überhaupt noch einzusetzen.

Eine Geschäftsprognose für das laufende Jahr traut sich der Manager weiterhin nicht zu. Im zweiten Quartal sei der Passagierverkehr des Konzerns um 98,4 Prozent eingebrochen und damit noch stärker als das um 95,3 Prozent zusammengestrichene Flugangebot. Walsh erwartet, dass es mindestens bis zum Jahr 2023 dauert, bis der Flugverkehr wieder das Niveau von 2019 erreicht.

Konzern plant Kapitalerhöhung

Um die schwierige Zeit zu überstehen, will der Konzern seine Bilanz nun mit einer Kapitalerhöhung von bis zu 2,75 Milliarden Euro stärken. Ende Juni verfügte IAG nach eigenen Angaben über eine Liquidität von 8,1 Milliarden Euro. Die Konzernspitze erwartet, dass der Netto-Geldabfluss im operativen Geschäft im vierten Quartal gestoppt wird.

© IAG, Lesen Sie auch: IAG beschafft sich 823 Millionen Euro von American Express

Die Folgen der Pandemie haben IAG wie Fluggesellschaften rund um den Globus schwer getroffen. Airlines fehlt es vorn und hinten an Geld. IAG will deshalb tausende Jobs streichen. Vergangene Woche hatte der Konzern bereits eine Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Kreditkartenanbieter American Express bekannt gegeben, durch die IAG insgesamt 750 Millionen britischen Pfund (828,5 Millionen Euro) zufließen sollen.

Von: dpa-AFX, br

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