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Condor verkauft künftig auch Sundair-Tickets

Mit einer Vertriebskooperation rücken Condor und Sundair enger aneinander. Künftig kann man die Flüge der auf kleinere deutsche Airports spezialisierten Sundair auch bei Condor buchen.

Ein Airbus der Sundair. © Sundair

Condor geht eine Vertriebspartnerschaft mit Sundair ein. Künftig werde man die Flüge der norddeutschen Fluggesellschaft auch auf der eigenen Website vertreiben, teilte Condor mit.

"Für uns ist die Partnerschaft mit Condor eine gute Möglichkeit, ohne viel Aufwand die Reichweite zu steigern", erklärte Sundair-Geschäftsführer Marcos Rossello gegenüber airliners.de. Condor erhalte im Gegenzug eine Provision für jede Buchung.

Beide Seiten würden von der Attraktivität des ausgeweiteten Angebots profitieren. Mit dann insgesamt 15 Abflughäfen würden alle Kunden auf der Condor-Website einen in ihrer Nähe finden. "Wir schauen jetzt mal wie das läuft und entscheiden in ein paar Monaten, wie wir weiter verfahren."

Zu den acht Condor-Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg, Leipzig/Halle, Hannover, Stuttgart und Berlin-Schönefeld gesellen sich mit Sundair Abflüge an sieben weiteren Flughäfen: Bremen, Dresden, Karlsruhe/Baden-Baden, Kassel, Nürnberg, Paderborn und Berlin-Tegel.

Der Verkauf von Sundair-Flügen unter SR-Flugnummer über Condor-Verkaufskanäle beginnt den Angaben nach am 13. August mit dem ersten Abflug am 1. September. Eine Buchung sei bis zu zwei Stunden vor Abflug möglich, so die Mitteilung. Zahlung und Abrechnung sollen analog zu Condor-Buchungen erfolgen.

© AirTeamImages.com, Lesen Sie auch: Sundair setzt Wachstumskurs fort

Sundair mit Sitz in Stralsund und Basen an den Flughäfen Kassel-Calden, Berlin-Tegel, Dresden und Bremen wurde 2016 gegründet. Wesentliche Anteile hält der Reiseveranstalter Schauinsland. Die Airline hebt für verschiedene Reiseveranstalter ab und bietet Tickets im Einzelplatzverkauf an. Derzeit besteht die Flotte aus fünf Airbus A320 und zwei A319.

Condor wird derzeit mit einem neuen staatlichen Rettungskredit über 550 Millionen Euro in der Luft gehalten. Ein erstes Rettungsschirmverfahren war zu Beginn der Corona-Krise gescheitert, als die polnische PGL-Gruppe die bereits vereinbarte Übernahme des deutschen Ferienfliegers platzen ließ.

© AirTeamImages.com, Paul Buchroeder Lesen Sie auch: Condor setzt nur noch auf Condor

Das Frankfurter Unternehmen mit rund 4900 Beschäftigten und zuvor mehr als 50 Flugzeugen war nach der Pleite des britischen Mutter-Konzerns Thomas Cook im September 2019 in ein Schutzschirmverfahren gegangen und darin saniert worden.

Von: dk

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