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Wirtschaft & Finanzen Airbus-Milliarden, Subventions-Abbau, Drohnen-Investments

Das wöchentliche airliners.de-Wirtschafts-Briefing. Diesmal unter anderem mit Milliarden-Verpflichtungen von Airbus, mehr und weniger Millionen für die Förderung von Luftfahrtforschung sowie neuen Investitionen und Kennzahlen.

Airbus-Chef Guillaume Faury bei der Vorstellung der Jahresergebnisse für 2019 ©Airbus

Jour fixe auf airliners.de: Immer dienstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrswirtschaft und Finanzen. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

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Investitionen

Airbus-Chef Guillaume Faury hat auf einem Besuch im kanadischen A220-Werk in Mirabel angekündigt, bis zu einer Milliarde Euro in den Ausbau der Produktion des von Bombardier übernommenen Mittelstreckenjets zu investieren. Die Auslieferungsraten sowohl in Kanada als auch am US-Standort Mobile würden ausgeweitet, berichtet "Reuters".

Bislang ist Rolls-Royce die einzige Option für den neuen Airbus A330 Neo. Laut "Bloomberg" spricht Airbus nun aber mit General Electric über eine Antriebsalternative. GEnx-Triebwerke hängen unter der Boeing 787.

© dpa, Ralf Hirschberger Lesen Sie auch: Airbus muss über 2000 Stellen streichen

Der Logistik-Riese DB Schenker steigt bei dem Flugtaxi-Hersteller Volocopter ein. Ziel der Investitionen ist laut DB Schenker die Entwicklung von Drohnen zur Auslieferung von Paketen. Aber auch die Zertifizierung der Flugtaxis soll vorangetrieben werden. Weiterlesen

Qatar Airways hat ihren Anteil an der International Airlines Group (IAG) aufgestockt. Die Fluggesellschaft aus Katar halte nun 25,1 Prozent, teilte Qatar Airways mit. Zuvor waren es 21,4 Prozent. Die Airline schaue sich weiter nach Investments um und unterstütze Fluggesellschaften, die die eigene "Vision von einem verbesserten Reisen für Passagiere" teilten, sagte Unternehmenschef Akbar Al Baker.

Konsolidierung

Das Bundeskartellamt hat die Condor-Übernahme durch die polnische Luftfahrt-Holding PGL freigegeben. Die Wettbewerbshüter sehen keine relevanten Überschneidungen bei einem angekündigten Zusammenschluss des deutschen Ferienfliegers mit Lot. Weiterlesen

Condor nähert sich damit einem erfolgreichen Abschluss des Schutzschirmverfahrens, in dem sich der Ferienflieger seit Anfang Oktober befindet. Noch müssen aber einige Stellen der Übernahme durch die polnische PGL zustimmen. Weiterlesen

Laut portugiesischen Medien möchte Lufthansa von einem der größten Aktionäre der TAP bis zu 45 Prozent an der größten Airline des Landes übernehmen. In den letzten Jahren hat TAP regelmäßig Verluste gemacht. Weiterlesen

© AirTeamImages.com, Alun Morris Jones Lesen Sie auch: Lufthansa lässt Germanwings nochmal wachsen

In der NRW-Landeshauptstadt bahnt sich ein direkter Kampf um die touristische Langstrecke an. Tuifly startet dort ihr neues 787-Programm. Jetzt kontert Condor: Die neue Lot-Schwester soll sich in den finalen Planungen für Transatlantik-Routen ab Düsseldorf befinden. Weiterlesen

Coronavirus lähmt Wachstum

Die Coronavirus-Krise bremst den Luftverkehr aus. Die Iata rechnet für das laufende Jahr nun mit einem Nachfragerückgang um 0,6 Prozent. Zuvor waren die Fluggesellschaften von einem 4,8-prozentigen Passagierwachstum ausgegangen. Weiterlesen

Die Folgen des Coronavirus belasten die Lufthansa Group deutlich. Das berichtet Reuters. Insgesamt 13 Langstreckenflugzeuge seien derzeit am Boden. Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines haben sämtliche Flüge nach Festland-China bis Beginn des Sommerflugplans Ende März gestrichen.

Dem chinesischen Mischkonzern HNA droht nach den Ausfällen durch den Coronavirus die Verstaatlichung werden. Zu der hochverschuldeten Unternehmensgruppe gehören neben Hainan Airlines auch zahlreiche Luftfahrtbeteiligungen in Europa, unter anderem der Flughafen Hahn. Weiterlesen

Förderung & Regulierung

Endmontagelinie der Boeing 787 Foto: © Boeing, Josh Drake

Im US-Bundesstaat Washington ist ein Gesetz zur Beseitigung von Steuernachlässen für Konzerne wie Boeing auf den Weg gebracht worden. Hintergrund sind die Entscheidungen der Welthandelsorganisation (WTO) im Streit mit Airbus. Weiterlesen

Die EU-Kommission hat das Luftfahrtforschungsprogramm LuFo der Bundesregierung genehmigt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Damit sei der Weg frei für die weitere Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Für 2020 ist das Förderprogramm mit rund 172 Millionen Euro ausgestattet. Hinzu kommen 15 Millionen Euro pro Jahr aus dem neuen Energie- und Klimafonds der Bundesregierung.

Die Stadt Mülheim will den Flugplatz Essen/Mülheim mindestens bis 2034 finanzieren. Das hat der Rat jetzt entschieden. Die eigentlich bereits beschlossene Schließung wird damit nun wieder in Frage gestellt, berichtet "Radio Essen". Essen sieht sich derweil von der Nachbarstadt hintergangen, schreibt die "WAZ".

Der Flughafen Mönchengladbach wird Testgebiet für Flugtaxis. Eine entsprechende Förderzusage über 2,6 Millionen Euro hat jetzt das Bundesverkehrsministerium gegeben. Wie die "Rheinische Post" schreibt, geht es um das Projekt Skycap, das unter Leitung der FH Aachen entwickelt wird.

Kennzahlen

Der Münchner Triebwerksbauer MTU hat 2019 trotz eines überraschend schwachen Umsatzwachstums seine Gewinnprognose übertroffen. Im abgelaufenen Jahr steigerte MTU den Umsatz um gut ein Prozent auf gut 4,6 Milliarden Euro. Der Überschuss wuchs um knapp acht Prozent auf 488 Millionen Euro, wie die Dax-Gesellschaft am Donnerstag mitteilte.

© Airbus, P. Masclet Lesen Sie auch: Treibstoffkosten belasten Gewinn von Air-France-KLM

Air France/KLM plant für die vorzeitige Ausflottung der A380 rund 126 Millionen Euro Kosten ein. Der erste von Air France ausgemusterte Airbus A380 ist zur Demontage ins irische Kork überführt worden. Zuvor war das gerade einmal zehn Jahre alte Flugzeug in Dresden ausgeschlachtet worden, berichtet "Simple Flying".

Sun Express hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro eingeflogen. Das sei ein neuer Rekord, teilte das deutsch-türkische Joint-Venture von Lufthansa und Turkish Airlines jetzt mit. Zehn Millionen beförderte Passagiere würden rund zehn Prozent Passagierwachstum im Jahr 2019 bedeuten. Zum Gewinn macht Sun Express keine Angaben.

Der Caterer Do & Co hat die Finanzzahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 bekanntgegeben. Demnach erzielte der Wiener Konzern einen Umsatz von knapp 760 Millionen Euro (+16 Prozent). Das konsolidierte Betriebsergebnis (EBIT) beträgt den Angaben nach rund 49 Millionen Euro und liegt damit um 9,6 Millionen Euro über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Von: airliners.de

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